Anrührende „Musik für die Seele“

Das Vokalensemble bestach durch exzellenten a capella-Gesang.

LÜDENSCHEID ▪ Inzwischen ist es schon eine feste Tradition geworden, dass das Plettenberger Vokalensemble „Twende“ und seine Instrumentalisten alljährlich den Monatsschlussgottesdienst der Christuskirchengemeinde im November gestalten. Von Jahr zu Jahr nutzen immer mehr Lüdenscheider diese Stunde, um sich von ihrer „Musik für die Seele“ anrühren zu lassen, in die Stille einzutauchen und die besondere Atmosphäre im nur durch Teelichter beleuchteten Kirchenraum zu genießen.

Der Ruf, der „Twende“ inzwischen vorauseilt, hatte am Samstag für ein „volles Haus“ gesorgt. Die Besucher erlebten eine stimmungsvolle Feierstunde mit, die von ihrer Eröffnung an (mit dem Anbetungslied „All that has life and breath praise the Lord“) bis zur letzten Zugabe, dem „Orhwurm“ „Can you feel the love tonight“ aus „König der Löwen“, eine großartige Konzertveranstaltung war. Der Wirkung, die im Halbdunkel von dem Gesang, der Musik und den Texten ausging, vermochte sich wohl niemand zu entziehen.

Das Vokalensemble (Regina Siepe, Regina Ingenohl, Verena Knabe, Sabine Hollweg) bestach durch exzellenten a capella-Gesang. Mit Stücken wie J.S. Bachs „Gott lebet noch“, dem eingängigen Refrain „Weil Gott die Welt so unendlich liebt, hat er seinen Sohn gegeben“ , dem Song „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen“ und dem mit afrikanischer Fröhlichkeit auf Suaheli vorgetragenen Vaterunser („Baba Yetu“) gaben die vier Sängerinnen Kostproben ihres Könnens ab. Verena Knabe und Sabine Hollweg traten zusätzlich noch als Instrumentalistinnen an den Tasten bzw. mit Querflöte hervor.

Gemeinsam oder im Wechsel mit den genannten Interpreten taten sich Corinna Stöcklein (Geige) und Christian Stöcklein (Klarinette) hervor. Sie zeichneten unter anderem mit „Caresse sur l’océan“, Beethovens Adagio cantabile und „Pie Jesu“ wunderschöne Klangbilder. Die Schalksmühlerin Sabine Trienke (Akkordeon) , die erstmalig „Twende“ verstärkte, setzte dem Programm mit einer einfühlsam vorgetragenen Klezmer-Melodie und Klängen von Astor Piazzolla weitere Glanzlichter auf.

Zum ersten Mal war Peter Fischer als Rezitator mit von der Partie. Die unter anderem von Reinhard Mey und Jürgen Werth stammenden Texte, die er mitgebracht hatte und in denen es um Ruhe und den Wert der Hoffnung und des Glaubens ging, stellten eine harmonische Ergänzung zu dem musikalischen Programm und zu der besinnlichen Stimmung dar.

Der Beifall war schließlich so groß, dass nach dem offiziellen Programmteil noch mehrere Zugaben fällig waren.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare