Verabschiedung von Johannes Broxtermann: Großer Andrang

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Zum letzten Mal feierte Johannes Broxtermann in seiner Eigenschaft als Pfarrer die Messe in seiner Kirche am Sauerfeld. Nach 26 Jahren gibt er das Amt des Pfarrers in jüngere Hände ab.

Lüdenscheid - Worte des Dankes und der Wertschätzung, aber auch die Freude darüber, dass der Abschied kein endgültiger ist, dominierten am Samstag die Verabschiedung von Johannes Broxtermann als Pfarrer der Katholischen Pfarrei St. Medardus.

Rund 500 Menschen, vor allem Katholiken aus allen Gemeinden der Stadt, aber auch viele weitere, die ihn im Lauf seiner 26-jährigen Amtzeit kennen und schätzen gelernt haben, drängten sich in der Kirche St. Joseph und Medardus am Sauerfeld.

Selbst auf den Emporen standen die Gottesdienstbesucher, als Broxtermann begleitet vom Pastoralteam, von Patrick Schnell, Kreisdechant des Kreisdekanates Altena-Lüdenscheid, und Klaus Majoress, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, zum letzten Mal in seiner Eigenschaft als Pfarrer die Messe feierte.

Und eben weil die Verabschiedung kein Abschied war, kam der Humor in den Grußworten und auch später im Pfarrsaal nicht zu kurz.

So bedankte sich Majoress für die „sehr evangelische Predigt“, da Broxtermann vor allem aus dem aktuellen Buch von Jürgen Werth über dessen Wechsel in den Ruhestand zitiert hatte.

Die Verdienste um die Ökumene stellte der Superintendent – neben der persönlichen Freundschaft – in den Mittelpunkt. Bürgermeister Dieter Dzewas würdigte Broxtermann als Menschen, „der sich allen Herausforderungen in unserer Stadt mitgestellt hat.“

Patrick Schnell, bis vor einigen Jahren Pastor am Honsel, brachte seine Bewunderung zu Ausdruck, dass sein Vorgänger als Kreisdechant „den Blick hat für die Zeit, für das, was gerade nötig ist“, und immer die richtigen Fragen stelle. Dieses Gespür zeige sich auch in der Entscheidung, jetzt das Amt des Pfarrers in jüngere Hände abzugeben.

Markus Geisbauer als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates verzichtete auf viele Worte und lud stattdessen dazu ein, den Dank an Broxtermann mit Beifall auszudrücken.

Im Pfarrsaal waren Günter Weiß für die Gemeinde, Eva Gusik für die katholischen Kindertageseinrichtungen, Guiseppe Caracciolo für die italienische und Branko Simovic für die kroatische Gemeinde an der Reihe. Das spätsommerliche Wetter war wie bestellt für diesen Abend, so dass sich der Empfang auf Terrasse und Kirchplatz ausdehnen konnte.

Und Johannes Broxtermann wäre nicht er selbst, wenn er nicht auch an diesem Tag nach vorn geblickt hätte, auf seinen Nachfolger Andreas Rose: „Ich möchte Sie bitten, ihn mit großer Freundlichkeit und Loyalität zu empfangen“, sagte er – bevor er „Heute hier, morgen dort“ von Hannes Wader anstimmte.

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