Kreisweite Aktion

Großeinsatz der Polizei gegen reisende Einbrecher

LÜDENSCHEID ▪ Vorbeugung und Abschreckung – das waren die Hauptziele eines Großeinsatzes, mit dem die Polizei am Donnerstagabend kreisweit gegen reisende Einbrecher vorgegangen ist.

An den drei Lüdenscheider Autobahn-Anschlussstellen hielten die Beamten 313 Autos an, 98 Fahrer mussten Überprüfungen über sich ergehen lassen. Sieben Ordnungswidrigkeiten wurden mit Anzeigen geahndet. Festnahmen gab es nicht.

Polizei-Pressesprecher Norbert Pusch zog gestern im LN-Gespräch ein positives Fazit. „Es gibt für uns sicher auch nicht messbare Werte.“ Reisende Einbrecher etwa könnten auf dem Weg nach Lüdenscheid die massive Polizeipräsenz nahe den Autobahnausfahrten registriert „und sich vielleicht anders besonnen haben“, sagte Pusch. Die Kontrolle von Fahrzeugpapieren, Inhalt von Kofferräumen oder zahlreiche Halterabfragen per Funk seien das richtige Signal an potenzielle Täter und die Sicherheit suchende Bevölkerung. Im Einsatz waren übrigens ausschließlich örtliche Polizeikräfte.

Im Schneetreiben standen Spezialisten des Technischen Hilfswerkes den Polizisten zur Seite und leuchteten die Kontrollpunkte per Lichtmasten aus. Das diente laut Pusch einerseits der Sicherheit der Beamten als auch der besseren Übersicht bei den Überprüfungen.

Neben den Kontrollen gab es zum Thema Prävention und Opferschutz vereinzelt Gespräche mit Autofahrern, bei denen die Polizisten auch Beratungen anboten und Handzettel der Kampagne „Riegel vor! Sicherer ist sicher“ an den Mann brachten, teilte Norbert Pusch mit.

Inwieweit sich die Aktion auf die Zahl der Einbrüche im Stadtgebiet ausgewirkt hat oder noch auswirken wird, will die Polizei noch analysieren. Verdächtige Männer mit Diebesgut oder einschlägigem Werkzeug an Bord stellten die Beamten in Lüdenscheid nicht. In einem Fall gerieten behördlich bekannte Verdächtige aus Bosnien-Herzegowina in die Kontrolle. „Gegen die lag aber akut nichts vor.“ - omo

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