Großeinsatz an der Gartenstraße

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Der eigentliche Brand war schnell gelöscht, aber für die Hausbewohner, die ihre Wohnungen verlassen mussten, war der Vorfall dennoch keine Kleinigkeit. Sie wurden von den Feuerwehrleuten intensiv betreut. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Schreck am Sonntagnachmittag an der Gartenstraße: Zwölf Senioren mussten vorübergehend ihre Wohnungen verlassen, drei von ihnen kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Klinikum, konnten aber nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden.

Ursache für den Großeinsatz der Feuerwehr, der letztlich noch einigermaßen glimpflich verlief, war ein brennender Ablüfter. Wegen starker Rauchentwicklung in dem Gebäude war die Feuerwehr um 13.20 Uhr alarmiert worden. Neben der Suche nach dem Brandherd war es für die Einsatzkräfte vorrangig, die Bewohner des Hauses zu betreuen. Dabei handelte es sich überwiegend um Senioren. Ein Abschnitt wurde eigens für den Rettungsdienst eingerichtet. Ein Mannschaftswagen stand zur Verfügung, außerdem wurden Sitze aus den Rettungswagen genutzt. Vor Ort waren 33 Feuerwehrleute von der Hauptwache und dem Löschzug Stadtmitte, unter anderem mit drei Rettungswagen und dem Notarztfahrzeug.

Durch ein offenes Fenster drang ein Trupp unter Atemschutz in die völlig verrauchte Wohnung im Erdgeschoss ein, in der das Feuer vermutet wurde. Wegen der starken Rauchentwicklung dauerte es recht lange, bis der Brandherd gefunden war. Es handelte sich um einem Ablüfter im Badezimmer. Brennender Kunststoff tropfte bereits in die Badewanne. Dieser sei die Ursache für den starken Qualm gewesen, erklärte ein Feuerwehrsprecher. Der Brand war schnell gelöscht. Danach brachten die Einsatzkräfte Lüfter in Stellung, um die Wohnung und das Treppenhaus rauchfrei zu bekommen. So konnten die Bewohner der anderen Wohnungen wieder ins Haus zurück.

Die Bewohnerin der betroffenen Wohnung kam vorerst bei ihrer Tochter unter. Den Sachschaden gibt die Polizei ersten Schätzungen zur Folge mit etwa 5000 Euro an. ▪ gör

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