Lüdenscheid: Wohnhaus brennt in Gevelndorf

Großeinsatz für Feuerwehr: Löscharbeiten bis in den Dienstagmorgen

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Das Haus in Gevelndorf brannte in voller Ausdehnung.

[Update, Dienstag, 10.26 Uhr] Lüdenscheid - Ein Wohnhausbrand in Gevelndorf sorgte am späten Montagabend für einen Großeinsatz der Feuerwehr aus Lüdenscheid und Umgebung. Das Feuer war gegen 21 Uhr in der oberen Wohnung eines Zweifamilienhaus an der Straße Am Heicken ausgebrochen. Die Arbeiten dauerten bis zum Dienstagvormittag.

Gegen 6 Uhr am Dienstagmorgen konnte der Großteil der Einsatzkräfte einrücken; letzte Nachlöscharbeiten waren da noch nicht abgeschlossen. Auch am Vormittag waren noch ein Dutzend Rettungskräfte vor Ort. Die Dachhaut des Hauses ist offen. Das Löschwasser lief in Bächen die Straße herunter. Im Haus stand es knöcheltief.

Zwei der insgesamt drei Hausbewohner wurden ins Krankenhaus gebracht. Genauere Angaben zu deren Verletzungen liegen noch nicht vor. Außerdem verletzten sich drei Feuerwehrleute durch herumfliegende Glassplitter leicht, konnten aber weiterhin am Einsatz teilnehmen.

Die Arbeiten dauerten auch Vormittag an.

Letztlich brannte das Gebäude in voller Ausdehnung. Die Lage des Einsatzortes in einer engen Straße am Hang erschwerte die Löscharbeiten. Der Erstangriff erfolgte mit rund 6.500 Litern aus den Tanklöschfahrzeugen. Wegen des Höhenunterschieds musste eine Schlauchleitung mit Pumpenverstärkung von der Gevelndorfer Straße aus verlegt werden. Auch die Stadtwerke waren vor Ort, um die Wasserversorgung zu gewährleisten.

Als die Leitungen lagen, begann ein massiver Löschangriff von drei Seiten mit drei C-Rohren und einem B-Rohr, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Wie Jörg Weber, Pressesprecher der Feuerwehr, am Einsatzort erläuterte, war es besonders schwierig, einige Glutnester unter dem Dach zu bekämpfen, da ein Angriff von innen aus Sicherheitsgründen nicht möglich war.

Am Heicken, Lüdenscheid

Ausgerückt waren zunächst die Hauptwache sowie weitere Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr. Gegen 21.50 Uhr wurde Stadtalarm für alle Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr ausgelöst. Schließlich wurde auch noch weitere Unterstützung aus den Nachbarstädten angefordert. 

Großeinsatz der Feuerwehr in Gevelndorf

Begünstigt wurde das Ausbreiten des Feuers dadurch, dass an und in dem Haus viel Holz verarbeitet war, "das macht auch die Löscharbeiten sehr arbeits- und zeitintensiv", so Sprecher Jörg Weber am Dienstagmorgen. Er selbst war bis gegen 2.30 Uhr vor Ort. Er zieht eine insgesamt positive Einsatzbilanz: "Wir hatten genug Wasser, genug Einsatzkräfte. Besonderer Dank gilt den Kollegen aus Schalksmühle und Halver und dem DRK, die uns hervorragend unterstützt haben." 

Mit dem Einrücken der Kräfte, so Weber, sei die Arbeit für die Feuerwehr längst nicht beendet. Bis alles wieder einsatzbereit sei, werde es sicher noch eine Woche dauern: Kraftstoffe, Atemschutz, Material - alles muss aufgefüllt und/oder in Ordnung gebracht werden. "Wir sind erstmal am Rande unserer Kapazitäten", so Weber, die Einsatzbereitschaft sei aber selbstverständlich hergestellt. 

Während des Großeinsatzes in Gevelndorf wurde die Grundsicherung der Lüdenscheider Bevölkerung durch die Feuerwehr aus Schalksmühle übernommen, die die Hauptwache am Dukatenweg besetzte.

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