Große Firmen im MK:

Kostal, Metoba + Co. versorgen Mitarbeiter mit Schnelltests

Heimische Unternehmen wie Kostal bereiten für ihre Mitarbeiter derzeit ein Angebot von Schnelltests vor
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Heimische Unternehmen wie Kostal bereiten für ihre Mitarbeiter derzeit ein Angebot von Schnelltests vor

In wieweit können Unternehmen, zum Beispiel durch Angebote von Schnelltests oder durch Impfaktionen für Mitarbeiter, einen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie leisten? Diese Frage beschäftigt auch die heimischen Betriebe – und das nicht erst, seitdem Anfang März Bewegung in das Thema gekommen ist.

Lüdenscheid – Ein Ansprechpartner für Unternehmen in Lüdenscheid und Umgebung ist das Arbeitsmedizinische Zentrum (AMZ) in Lüdenscheid. Dessen Geschäftsführer Thorsten Holzhäuser berichtet, dass sich die Anfragen der Mitgliedsunternehmen zum Thema Corona-Impfungen und Schnelltests in diesen Tagen häufen. Der Klärungsbedarf sei groß. Ebenso wie einzelne Großkonzerne ihre Unterstützung angeboten haben, stünde auch das AMZ zur Impfung mit seinen vorhandenen Impfkapazitäten zur Verfügung, wenn die Politik die dazu notwendigen Beschlüsse treffe, sagt Holzhäuser. „Maßgeblich muss aber eine vorrangige Impfung der besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen bleiben.“ Die Kapazitäten des AMZ könnten ähnlich wie bei der Grippeschutzimpfung ein ergänzender, aber wichtiger Baustein zum gesamten Impfangebot sein.

Bezüglich der Schnelltests, mit denen Menschen ohne Krankheitssymptome feststellen können, ob sie Träger des Corona-Virus sind, haben sich die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft in einer gemeinsamen Erklärung zur Beteiligung an dieser Teststrategie geäußert. Demnach wird an die Unternehmen appelliert, den Mitarbeitern Selbsttests beziehungsweise, wo es möglich ist, Schnelltests anzubieten.

Auch in Lüdenscheider Firmen werden die Appelle für Impfungen und die Ausweitung der Teststrategie begrüßt. Die Bereitschaft, diese mitzutragen, ist groß. In allen Betrieben wird seit Beginn der Pandemie mit strengen, regelmäßig anpassten Hygieneschutzkonzepten gearbeitet. Dabei wäre die Umsetzung der Teststrategie für die meisten ein nächster Schritt. Einzelne Firmen haben bereits mit Vorbereitungen begonnen. Aber letztlich sind im Detail noch einige Fragen offen. Das zeigt auch eine kleine Umfrage bei Unternehmen.

Kostal

Für die Kostal-Gruppe teilte Firmensprecher Georg Exler mit, dass das Unternehmen seit dem Auftreten von Corona „konsequent Präventionsmaßnahmen installiert und diese ebenso konsequent der jeweiligen Situation entsprechend angepasst“ habe. In Bezug auf Testungen ist Kostal ebenfalls bereits aktiv. Es seien bereits mehrfach freiwillige Testungen auf PCR-Basis für die Mitarbeiter angeboten worden. Damit habe man gute Erfahrungen gemacht. „Das Angebot von Schnelltests wird derzeit vorbereitet“, betont Exler.

Betzer

Ähnliches berichtet Dr. Frank Hoffmeister, Geschäftsführer von Schrauben Betzer. Auch dort habe man mit einem Pandemiekonzept, das immer wieder aktualisiert wurde, gute Erfahrungen gemacht. „Falls wieder deutlich ansteigende Fallzahlen in unserem Kreisgebiet weitere Maßnahmen notwendig machen, zum Beispiel in Form von betrieblichen Schnelltests, werden wir uns dem aufgeschlossen zeigen“, betont Hoffmeister.

Hotset

Für Ralf Schwarzkopf, Geschäftsführer der Firma Hotset, sind die Informationen zur Umsetzung der Schnelltests noch recht verwirrend. Aber Bereitschaft, die mitzutragen, besteht auch bei Hotset – während auf Impfungen gewartet wird. „Mein Geschäftsführer in Indien wird diese Woche geimpft. Die verstehen nicht, warum das bei uns so kompliziert ist“, sagte Schwarzkopf. Er wäre dafür, das AMZ in die Impfungen miteinzubeziehen.

Metoba

Das sagt auch Dr. Sven Hering, Geschäftsführer von Metoba. Das wichtigste Ziel müsse es sein, die Pandemie einzudämmen. Das funktioniere letztlich nur mit Impfungen. Deshalb wäre es keine Frage, die auch im Betrieb anzubieten, sofern das möglich ist. Und wenn bis dahin mit dem Angebot von Schnelltests ein Beitrag zur Pandemie-Bekämpfung geleistet werden könne, werde Metoba auch diese den Mitarbeitern anbieten.

Insta

Die Firma Insta hat nach eigenen Angaben bereits mit dem Team des AMZ „ein Konzept erarbeitet, um unseren Mitarbeiter/innen Selbsttests (Laientests) so bald wie möglich zur Verfügung zu stellen.“ In der Stellungnahme heißt es weiterhin: „Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hatte vor und vor allem während des Verlaufs der Pandemie von Covid-19 höchste Priorität.“ Daher werde die Selbstverpflichtung der Wirtschaft, den Beschäftigten Schnelltests einmal pro Woche anzubieten, im Interesse der Belegschaft unterstützt und begrüßt.

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