Kein Pächter, keine 40.000 Euro

Bürger-Schützen-Verein hat große Finanzprobleme

BSV-Vorsitzender Rolf Linnepe bittet um Spenden.

LÜDENSCHEID - Den Bürger-Schützen-Verein Lüdenscheid (BSV) drücken erhebliche finanzielle Sorgen. Dies liegt daran, dass der BSV keinen neuen Pächter für sein seit eineinhalb Jahren leer stehendes Schützenheim auf der Hohen Steinert gefunden hat. Darauf weist der Vorsitzende Rolf Linnepe in seinem Jahresbrief an die Mitglieder hin, der den LN vorliegt.

Rolf Linnepe schreibt: „Leider ist es uns bisher nicht gelungen, das Restaurant Edelweiß und den Festsaal Hohe Steinert neu zu verpachten. Auch wenn wir im Laufe des Jahres einige Male den Festsaal jeweils für einen Tag oder Abend vermieten konnten, so ändert dies nur wenig daran, dass uns durch den Leerstand circa 3300 Euro netto pro Monat an Pachteinnahmen fehlen, das sind fast 40.000 Euro im Jahr“.

Diese Ausfälle hätten durch Einzelverpachtungen nicht aufgefangen werden können und seien auch durch diverse Sparmaßnahmen nicht komplett zu kompensieren gewesen. Die Kosten der Immobilie für Heizung, Strom, Versicherung und andere Nebenkosten, die sonst der Pächter getragen habe, seien ja weitergelaufen.

Der Vorsitzende stellt zudem fest, auch die Einnahmen aus den Platzmieten zum Schützenfest und aus diversen Eigenveranstaltungen seien rückläufig gewesen. Das Konto bei der Sparkasse weise zum Jahresende einen „hohen Minusstand“ auf. Dieser sei zwar durch die Immobilie gedeckt, aber „natürlich sollte dies kein Dauerzustand sein“.

Rolf Linnepe lobt in diesem Zusammenhang die Fahnenschwenker, die auf eine größere Feier zu ihrem Jubiläum verzichtet hätten und stattdessen einen höheren Betrag an die Vereinskasse überwiesen: „So eine Unterstützung ist für den Verein im Moment überlebenswichtig!“

Im Sportbetrieb habe vieles durch die Initiative des Sportausschusses und des Sportleiters Hans-Georg Ritter preiswert und in Eigenleistung erstellt werden können, was die Kosten in diesem Bereich stark gedämpft habe.

Der BSV-Chef stellt fest, „Vorrang vor allem anderen“ müsse die Neuverpachtung haben. Veranstaltungen des BSV müssten bis dahin auf jeden Fall kostendeckend oder besser noch gewinnbringend sein. Dass eine Neuverpachtung kein einfaches Unterfangen sei, räumte Linnepe gegenüber unserer Redaktion ein. Das werde zurzeit an den Problemen mit der Gastronomie im Kulturhaus deutlich. Linnepe: „Dass es aber auch funktionieren kann, sieht man ja an Felice Buccis Engagement in der Schützenhalle der LSG“.

Der Vorstand des BSV bittet, so heißt es in Linnepes Brief, „in dieser schwierigen Situation“ alle Mitglieder um finanzielle Unterstützung. Auch kleinere Beiträge seien herzlich willkommen: „Nach oben sind der Spendenbereitschaft natürlich keine Grenzen gesetzt!“ - fin

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