Platz für 125 Kinder:

Größte Kindertagesstätte der Stadt entsteht

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In diesen Räumen kommt die neue U3-Gruppe unter: Marliese Lüling und Sven Schneider stemmen das Projekt des neuen Kindergartens mit Unterstützung ihrer Teams und externer Berater. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Die größte Kindertagesstätte der Stadt entsteht derzeit an der Annabergstraße. Ab dem nächsten Kindergartenjahr werden dort die Einrichtungen „August Hermann Franke“ und „Schatzkiste“ der Kreuzkirchengemeinde zu einer großen Tagesstätte mit sechs Gruppen für circa 125 Kinder zusammengelegt, integrative Plätze und U3-Betreuung inklusive.

484 970 Euro bekommt die Gemeinde für den Umbau des Gebäudes von diversen Stiftungen, dazu kommen Eigenmittel und erhebliche Bundes- und Landesmittel für den Ausbau der U3-Betreuung. Marliese Lüling, Leiterin der Tagesstätte „August Hermann Franke“, und Sven Schneider, Leiter der „Schatzkiste“, stellten das Projekt vor. Die Umstrukturierungen ergeben sich aus dem Neubau des Gemeindehauses der Kreuzkirche. Im Untergeschoss der Kirche, wo derzeit die „Schatzkiste“ ist, sollen neue Jugendräume entstehen. Gleichzeitig werden die Gemeinderäume an der Annabergstraße, wo die zweite Kindertagesstätte angesiedelt ist, nicht mehr benötigt. Dort wurde Mitte Oktober mit dem Umbau eines Gruppenraumes und der Turnhalle zu einem U3-Bereich begonnen. Eine erste Gruppe mit sechs Kindern unter drei Jahren gibt es bereits. Im nächsten Kindergartenjahr kommen zehn Krippenplätze für Unter-Zweijährige hinzu.

Um Platz für die Kinder der „Schatzkiste“ zu schaffen, werden im zweiten Bauabschnitt die Gemeinderäume im Obergeschoss umgebaut. Eine neue Turnhalle wird es dort auch geben. Außerdem wird der Eingangsbereich neu gestaltet und mit einem Aufzug versehen, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten. Das war ein Aspekt, der zur Bewilligung der hohen Fördermittel geführt hat. Allein 355 000 Euro gibt es von der Stiftung Wohlfahrtspflege, 59 970 Euro kommen von der Aktion Mensch, 50 000 Euro von der Sparkasse und 20 000 Euro von der Kempen-Stiftung.

Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen zur Zusammenlegung der beiden Kindergärten mit Kindern, Eltern und dem Personal bereits seit 2009. Begleitet werden die Teams und die Gemeinde von zwei externen Coaches. Das sei wichtig, weil es ein „Riesenprojekt“ sei, „das man aus den Einrichtungen heraus nicht stemmen kann“, betont Sven Schneider. Er wird neben Leiterin Marliese Lüling die stellvertretende Leitung der neuen Tagesstätte übernehmen. Einen Namen gibt es dafür noch nicht, aber die Zertifizierungsphase als Familienzentrum läuft. ▪ gör

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