Klinikum Lüdenscheid ausgelastet

Grippewelle hat den Märkischen Kreis erreicht

Die Notaufnahme im Klinikum Lüdenscheid werde „sehr stark beansprucht“, teilt das Klinikum mit.

Lüdenscheid - Die Grippewelle hat die Bürger in Lüdenscheid und Umgebung derzeit fest im Griff. Die Notaufnahme im Klinikum Lüdenscheid werde „sehr stark beansprucht“, teilt das Klinikum mit. Der Märkische Kreis berichtet von bislang 35 Fällen der meldepflichtigen Influenza.

Wie Deutschland unter der Grippewelle 2015 leidet und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie hier.

Und auch die Kreisverwaltung sei von der allgemeine Krankheitswelle betroffen. In Bereichen wie Bürgerbüro, Zustellung und Telefondienste betrage der Personalausfall 50 Prozent. Die Kfz-Zulassungsstelle in Werdohl bleibt mangels Personal geschlossen.

Bettenkapazitäten im Klinikum sind nahezu erschöpft

Die Bettenkapazitäten auf den Stationen des Klinikums sind nahezu ausgeschöpft, wird aus Hellersen berichtet. Aktuell seien etwa zehn Prozent mehr Patienten zu versorgen als im Durchschnitt. Die Situation drohe sich zum Wochenende weiter zu verschärfen. Von einer extrem hohen Belastung spricht auch Dr. Markus Bald, ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme. Es sei ein überdurchschnittliches Aufkommen an schwerkranken Patienten zu verzeichnen, das die Mitarbeiter in der Notaufnahme und auf den Stationen vor große Herausforderungen stelle, erklärt er.

Grippewelle macht vor dem Personal nicht halt

Außerdem mache die Grippewelle auch nicht vor dem eigenen Personal halt. Rund 15 Prozent der Mitarbeiter seien selbst krank. Die Folge: Der hohe Krankenstand beim Personal muss von den Gesunden ausgeglichen werden. In anderen Abteilungen müssen planbare Eingriffe und Untersuchungen mitunter verschoben werden – das Personal fehlt.

Auch Kliniken im Umland seien betroffen. So werden aus benachbarten Städten vermehrt Patienten nach Lüdenscheid transportiert und belasten die Notaufnahme zusätzlich. Die Versorgung der Patienten werde mit hohem Engagement der Mitarbeiter weiter aufrechterhalten. Patienten müssten sich jedoch auf zum Teil lange Wartezeiten bei der Behandlung einstellen, teilen die Verantwortlichen mit. - gör

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