Hidir E Çelik liest aus seinen Werken vor

+
Integrationsratsvorsitzende Evangelia Kasdanastassi und Volker von Rüden von der Stabsstelle Integration würden sich freuen, viele Eintrittskarten zu verkaufen.

Lüdenscheid - In Deutschland – auch in Lüdenscheid – leben viele Menschen, deren Wurzeln in anderen Ländern liegen. Sie bewegen sich in ihrem Alltag mehr oder weniger bewusst zwischen unterschiedlichen Kulturkreisen. Ein Mann, der diesen Spagat beherrscht, ist der türkisch-stämmige Autor Hidir E Çelik.

Bei der Verleihung des Rheinlandtaler Kulturpreises 2006 wurde er als „Grenzgänger“ zwischen Morgenland und Abendland bezeichnet. „Grenzgänger“ ist auch der Titel einer Veranstaltung mit Hidir E. Çelik, zu der der Integrationsrat der Stadt, die Stabsstelle Integration bei der Stadtverwaltung und der Integrationsrat des Diakonischen Werkes einladen.

Am Mittwoch, 27. November, wird es ab 18 Uhr im Violetten Saal des Kulturhauses einen Abend geben, der Menschen zu „Grenzgängern“ machen soll. Hidir E Çelik wird aus seinen Werken in deutscher Sprache lesen und zur Diskussion über seine Literatur, aber auch über Integration und Migration im Allgemeinen einladen. Dazu gibt es Musik eines griechischen Ensembles, das auch einige Lieder in türkischer Sprache singen wird, und italienisches Essen.

Evangelia Kasdanastassi, Vorsitzende des Integrationsrates und Mitarbeiterin der Integrationsagentur, betont, dass es ein Experiment sei, Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen gemeinsam zu einer Veranstaltung einzuladen. Entsprechend wurde ein Gast gewählt, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Verbindungen zwischen den Kulturen zu schaffen.

Hidir Çelik wurde 1960 in einem Dorf in der Türkei geboren. Nach dem Abitur 1978 folgte er seinen Eltern nach Deutschland. 1995 promovierte er mit einem Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung über „Die Migrationspolitik bundesdeutscher Parteien und Gewerkschaften“. Inzwischen ist er Leiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis Bonn.

Seit seiner Schulzeit schreibt Çelik Gedichte und Prosatexte, zunächst auf türkisch, seit 1990 auf deutsch – und zwar Lyrik, Satiren, Kurzgeschichten und Sachbücher. Seine Themen sind Flucht, Kriege und Armut. Er setzt sich für Menschen ein, die „Diskriminierung im Alltag erleben“, heißt es in seiner Biographie. Er hofft, „dass es eines Tages nur noch eine Heimat der Heimatlosen geben wird, in der nicht mehr nach Nationalität oder Hautfarbe differenziert wird.“ - gör

Karten für die Veranstaltung gibt es im Vorverkauf für fünf Euro bei der Stabsstelle Integration und beim Diakonischen Werk. An der Theaterkasse des Kulturhauses kommen 50 Cent Gebühr hinzu.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare