Die CDU greift im Rat das Radler-Thema auf

Angesichts der nach wie vor in Aussicht stehenden Freigabe von Rathausplatz und Sternplatz für Radfahrer und des schweren Unfalls vom vergangenen Dienstag plant die CDU eine Anfrage für die Ratssitzung am Montag (17 Uhr, öffentlich, Ratssaal).

Lüdenscheid - Angesichts der nach wie vor in Aussicht stehenden Freigabe von Rathausplatz und Sternplatz für Radfahrer und des schweren Unfalls vom vergangenen Dienstag plant die CDU eine Anfrage für die Ratssitzung am Montag (17 Uhr, öffentlich, Ratssaal).

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Wasser auf die Mühlen

Der schwere Fahrradunfall vom Dienstag ist Wasser auf die Mühlen derer, die Fahrräder in der Innenstadt schon immer für Teufelszeug gehalten haben. Richtig ist: Er hat damit zunächst einmal nichts zu tun. Auf der Wilhelmstraße ist Radfahren nicht gestattet. Das gilt auch für die Zukunft. Bestandteil der politischen Erwägungen ist eine Freigabe von Rathaus- und Sternplatz, der oberen Altenaer Straße sowie eine Querungsmöglichkeit der Wilhelmstraße in der Oberstadt. Das ist auch kommuniziert, aber offenbar nur vereinzelt gelesen worden, wie viele Statements zeigen. Trotzdem könnten der Unfall und die jetzt öffentlich gewordenen Beobachtungen der Geschäftsleute Einfluss auf die noch ausstehende politische Entscheidung über eine mögliche Freigabe haben. Denn sollte es so sein, dass bestehende Regelungen in der Praxis gar nicht durchgesetzt werden können, hat es überhaupt keinen Sinn, neue aufzustellen. Um es ganz brutal zu sagen: Dann hätten es sich die Fahrradfahrer selbst versaut.

von Florian Hesse

Darin wird die Verwaltung aufgefordert, sich mit anderen Kommunen zu verständigen, wie dort mit dem Thema umgegangen wird, beispielsweise mit Beschilderung und Markierungen.

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Zudem will die CDU wissen, wie eine wirksame Kontrolle stattfinden könnte, um zumindest an den neuralgischen Punkten die Sicherheit für Fußgänger zu gewährleisten, so Fraktionschef Oliver Fröhling in Reaktion auf die Berichterstattung der LN. - flo

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