„Graf's Galerie“ eröffnet am 5. Juli

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Das Team von „Graf's Galerie“ steht.

Lüdenscheid - Ob er seinen Titel geben würde, um einen Blick hinein zu werfen, darüber schweigt er eisern. Tatsache ist: Der adelige Engelbert, Namensgeber von und als Brunnenfigur vor „Graf’s Galerie“, wird das neue Konzept für die ehemalige „Galerie“ an seinem Platz aus naheliegenden Gründen nicht selbst testen können.

Für alle anderen gilt: Für den 5. Juli, 19.30 Uhr, lädt der Lüdenscheider Thomas Klasen erstmals in seine runderneuerte Lokalität ein: „Bar – Lounge – Bistrorant: Graf’s Galerie.“

Wochenlange Arbeit steckt in dem Projekt, eine kräftige Investition und ein durchdachtes Konzept dahinter. „Ich habe überhaupt keine Bange“, lächelt Thomas Klasen alle Anstrengungen, jedes Risiko hinweg: „Wir füllen einfach eine Lücke.“ Das geschehe mit Bedacht und Plan, betont der 47-Jährige.

Eigentlich ist die Vorlaufzeit fast 20 Jahre lang. Er jobbte in der damaligen „Galerie“, wohnte überm Lokal, kannte „jeden Stein“. Zuvor, von 1985 bis 1992, leitete der gelernte Handwerker das ehemalige „Journal“ an der Wilhelmstraße. Doch nach Ausbildung zum Werbekaufmann und Studium führte ihn sein Lebensweg für 20 Jahre in den Vertrieb. Er sah die Welt, verdiente gut, gründete eine Familie. Bis der Stress zu groß wurde. Zum neuen Lebensentwurf – mehr Zeit für Frau und Kinder – gehörte der Wunsch nach etwas Eigenem. Seine Ideen setzt Klasen nun am Graf-Engelbert-Platz um. 

„Wir haben einen ganz klaren Bezug zum Lokalkolorit“, betont Klasen. Deshalb soll der neue Altstadt-Treffpunkt auch Anlaufstelle für die Kunst- und Musikszene werden – für „alles, was zum Haus und Stil passt“. Zum Stil des Hauses gehört auch ein edel verschnörkeltes Logo, das den Gast schon beim Eintritt begrüßt. Eine veränderte Thekenanordnung, passendes Mobiliar und das eine oder andere Detail mit (Familien-)Geschichte – er drückt dem Lokal seinen Stempel auf. Die Stuckdecke war ebenfalls bereit für Neues: Unzähliger alter Farbschichten entblättert, dezent und charmant mit nur auf den zweiten Blick erkennbaren Symbolen gestaltet, zeigt sich auch hier die Liebe zum Detail. Das große Spiegelband für die neuen Toiletten wartet noch auf Befestigung. „Das mache ich nicht selbst“, sagt der Tatkräftige – ein zerbrochener Spiegel bringt Unglück. Lieber darf ins geschenkte Hufeisen über der Tür Glück fallen. Alles weitere ist harte Arbeit, damit der Gast kommt und bleibt.

Dazu verlockt eine kleine „Crossover“-Speisekarte mit Spezialitäten aus nah und fern. Der Tag beginnt ab neun Uhr als Frühstückslokal und endet zu nächtlicher Stunde als Bar. Wenn das Wetter mitspielt, wird auch der alte Graf etwas vom neuen Leben haben: Dann dehnt sich „Graf’s Galerie“ mit bis zu 60 Plätzen auf den Engelbert-Platz aus.

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