Graf-Engelbert-Fest wächst von Jahr zu Jahr

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Gaukler Jeremias kam bei seinen großen und kleinen Zuschauern bestens an und sorgte an wechselnden Orten mit seinen Showeinlagen, bei denen immer wieder auch jemand mitmachen musste, für Stimmung bei den Besuchern der Altstadt.

Lüdenscheid - Immer weitere Kreise zieht das Graf-Engelbert-Fest in der Lüdenscheider Altstadt: Bei der fünften Auflage gab es am Sonntag Stände in fast allen der historischen Gassen und erstmals war der Wendehammer an der Corneliusstraße nebst Bühne direkt oberhalb an der Ringmauerstraße ein zweiter Standort für Aktionen – neben dem schon bestens etablierten Graf-Engelbert-Platz. Und auch die Zahl der Beteiligten wächst.

Mehr Stände und mehr Programm – damit setzten die Veranstalter ihr Motto „wir wollen jedes Jahr ein bisschen wachsen“ um. Historisches Handwerk, Kinderbelustigung, mittelalterliche Musik und traditionelles Jahrmarkttreiben mit Hexe sowie Patrouillengängen der Castellani de Altena und der Fahnenschwenker, erinnerten an längst vergangene Zeiten. Besonders gut kam bei Groß und Klein Gaukler Jeremias an. Seine Auftritte sorgten überall auf dem Festgelände für eine Menschentraube und ausgelassene Stimmung. Auch die Tiere der Falknerei Skyhunters in Nature, die ihren Platz auf der Wiese an der Erlöserkirche gefunden hatten, waren ein Publikumsmagnet.

Erstmals mit einem Stand dabei war auch die Stadt Lüdenscheid. Dort konnten sich die Bürger unter anderem über das integrierte Handlungskonzept Altstadt (IHK) informieren. Die Grünen zeigten vor und in ihrer Geschäftsstelle historische Bilder der Altstadt.

5. Graf-Engelbert-Fest in der Altstadt

Die zahlreichen Besucher, die die Innenstadt bevölkerten, waren der Beweis dafür, dass das Fest mit dem mittelalterlichen Flair inzwischen fest in Lüdenscheid und auch darüber hinaus verankert ist. Das Wetter, das immer wieder den einen oder anderen Regenschauer bescherte, konnte dem munteren Treiben in der Altstadt nichts anhaben. Lediglich die nicht überdachten Sitzplätze auf dem Graf-Engelbert-Platz luden nur in der regenfreien Zeit zum Verweilen ein. Ansonsten schlenderten Menschen jeden Alters mit wetterfesten Jacken und den Regenschirmen griffbereit über die Festmeile. Da wirkte die Aussage von Sigrid Schroeder, Vorsitzende des Vereins Altstadt Lüdenscheid, fast allzu bescheiden: „Wir freuen uns über jeden, der kommt.“ Allerdings waren aufgrund des erweiterten Festgeländes Vergleiche mit den Besucherzahlen der vergangenen Jahre schwierig.

Bürgermeister Dieter Dzewas lobte zum Auftakt das Engagement der Altstädter und ihres Vereins. Er erinnerte an die erste Altstadtsanierung von 40 Jahren. Damals sei ein zähes Ringen von Bürgern und Politiker nötig gewesen, „um dieses schöne Stück Identität für unsere Stadt zu erhalten.“ Aktuell gehe es mit dem IHK darum, die Altstadt als „Kultur-, Bildungs- und Handelszentrum“ aufzufrischen. Dazu leiste auch das Fest einen Beitrag.

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