Fall Schöneck: Dudas kritisiert „dilettantische“ CDU-Politik

Gordan Dudas

LÜDENSCHEID ▪ „Um es mit Dieter Nuhr zu sagen: Wenn man keine Ahnung hat, sollte man einfach mal die Klappe halten.“ Mit diesen Worten hat Lüdenscheids SPD-Chef Gordan Dudas auf die Argumentation von CDU-Fraktionschef Oliver Fröhling zum Erhalt des Grundschulstandortes Schöneck reagiert.

„Dies zeigt auch einmal mehr, welch eine schlechte und dilettantische Politik die CDU vor Ort macht“, so Dudas. Diese harsche Kritik entzündet sich an folgender Äußerung Fröhlings in den LN: „Immerhin war es seine (Dudas’, Anmerkung der Redaktion) rotgrüne Landesregierung, die mit der Erfindung dieses unsäglichen Klassenfrequenz-Richtwertes das Dilemma sinkender Schülerzahlen auch für Lüdenscheid erst so deutlich verschärft hat.“ Wie berichtet, müssen nach dieser Richtlinie zwei Grundschulen in Lüdenscheid geschlossen werden. Als erstes soll es nach der Verwaltungsvorlage für die Sitzung des Schulausschusses am Dienstag (17 Uhr im Ratssaal) die Gemeinschaftsgrundschule Schöneck treffen (wir berichteten). Die CDU will den Standort erhalten. Die Ampel aus SPD, Grüne und FDP ist dagegen und will die Grundschule bzw. den Teilstandort Brügge erhalten.

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„Die CDU hat die Klassenfrequenz-Richtwerte mitbeschlossen“, betont Gordan Dudas und zückt die Ausführungen des Schulpolitischen Konsens’ für NRW, in dem CDU, SPD und Grüne am 19. Juli 2011 ein „Konzept zur Sicherung einer qualitativ hochwertigen und wohnungsnahen Schulversorgung im Grundschulbereich bei rückläufigen Schülerzahlen“ vereinbarten. Darin heißt es unter anderem: „In einem Stufenplan werden für Realschule, Gymnasium und Gesamtschule die Klassenfrequenz-Richtwerte schrittweise von 28 auf 26 gesenkt, für die Grundschule schrittweise auf 22,5.“ Die CDU habe im Rahmen des Schulkompromisses also diesen Schritt mitgetragen, den Oliver Fröhling jetzt so kritisiere. „Das zeigt, dass er keinen blassen Schimmer davon hat, was seine Parteikollegen auf Landesebene beschlossen haben“, sagt Gordan Dudas.

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