„Globalisierung ist ein Lernprozess“

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Matthias Wagner, einer der beiden Sprecher des Eine-Welt-Netzes, hielt die Festrede und mahnte, weiter an der Umsetzung der Milleniumsziele zu arbeiten. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Auf bisher Geleistetem soll man sich nicht ausruhen – unter dieser Prämisse stand gestern Abend der Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Eine-Welt-Netzes in Lüdenscheid im Bürgerforum des Rathauses.

Zum einem war der Abend eine Danksagung an alle Unterstützer und ehrenamtlichen Helfer in den verschiedenen Vereinen und Institutionen. Zum anderen lieferte Matthias Wagner, einer der beiden Sprecher des Eine-Welt-Netzes, einen Ausblick auf die weiteren Herausforderungen der Globalisierung: „Wir müssen noch viel lernen, wenn wir die Milleniumsziele erreichen wollen“, sagte er. Als Beispiele führte er Rohstoff- und Wasserverschwendung in den Industrienationen an, während Menschen in Entwicklungsländern nicht einmal ihr Vieh tränken könnten.

Die Danksagungen übernahmen Dr. Walter Wortberg, der zweite Sprecher des Netzes, und Bürgermeister Dieter Dzewas. Letzterer erinnerte unter anderem an rund drei Millionen Euro, die im Lauf von 25 Jahren an Spenden gesammelt wurden und ohne Abzug direkt den Menschen zu Gute kamen. Nach dem verheerenden Tsunami sei die Stadt dankbar gewesen, bei der Vermittlung der Spenden einen „verlässlichen Partner“ wie das Eine-Welt-Netz zu haben. Aktuell gehören dem Netzwerk elf Organisationen und Verbände an, die verschiedene Hilfsprojekte weltweit unterstützen. Tafeln boten einen Überblick darüber, in welchen Projekten sich die im Eine-Welt-Netz angeschlossenen Institutionen engagiert haben und immer noch engagieren.

Pfarrer Johannes Broxtermann erinnerte in seinem Impuls an Schwester Maria Teresa. Sie habe ihre Arbeit für die Armen in Kalkutta als einzelne begonnen und schon bald seien ihr 2000 Ordensschwestern gefolgt. „Es ist nicht gut, nach dem Tropfen auf dem heißen Stein zu fragen. Es ist besser, einfach anzufangen“, ermunterte Broxtermann die Gäste, in ihrer Arbeit in den verschiedenen Hilfsprojekten fortzufahren. Auch die Musik drückte die Verbindung in einer Welt aus: Melodien von Beethoven, Schubert und Strauß, dargeboten vom Ensemble Streicher plus auf der einen, die Gruppe „Afro Sininkan“ mit afrikanischen Trommeln auf der anderen Seite.

Als letzte Veranstaltung im Jubiläumsjahr des Eine-Welt-Netzes beginnt am Montag die Agenda-Filmwoche. ▪ gör

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