„Giselle“ als Deutschland- Premiere im Kulturhaus

Das Odyssee Dance Theatre brachte am Abend die Neufassung von „Giselle“ auf die Bühne.

LÜDENSCHEID - Dass von Ballett-Tänzern Zugaben eingefordert werden, gehört nicht unbedingt zu den Selbstverständlichkeiten in einem Theatersaal. Aber irgendwie wollte am Abend im Kulturhaus niemand wirklich wahr haben, dass nach knappen zwei Stunden der Vorhang fiel. Und gleichwohl die jungen Tänzerinnen und Tänzer des Odyssee Dance Theatres ihren Körpern bereits zwei Stunden alles abverlangt hatten, tanzten sie eine der schwierigsten Passagen lächelnd noch einmal.

Es war durchaus eine verwegene Umsetzung eines Balletts, dessen Uraufführung weit in der Vergangenheit liegt. „Giselle“, jene Geschichte des einfachen Bauernmädchens, das sich den Prinzen Albrecht verliebt, der sich als treulos erweist. Enttäuscht stirbt sie an gebrochenem Herzen und schließt sich dem Geisterreich der Wilis an, die nachts über den Friedhof streifen auf der Suche nach ebenso treulosen jungen Männern, um diese zu Tode zu tanzen. Auch Albrecht soll dieses Schicksal ereilen, doch Giselles Liebe zu ihm rettet den Prinzen. Sie selbst löst sich im Morgennebel auf. - rudi

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