Dank für Hilfe durch Paten des Taubstummenheims Hermannstadt (Rumänien)

„Gibt dem Leben einen Sinn“

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Die Kinder im Taubstummenheim Hermannstadt (Rumänien) können dank der Unterstützung durch den Patenverein mit der Behinderung leben lernen. Rechts (stehend): Vorsitzende Antje Schmidt-Classen.

Lüdenscheid - Den Alltag bewältigen, jeden Tag aufs Neue. Es ist eine Herausforderung, angesichts knapper Finanzen, mangelhafter staatlicher Unterstützung und der schwierigen politischen Lage in Rumänien, Sorge für mehr als 100 hörgeschädigte Kinder aller Altersstufen zu tragen.

Darum kümmern sich die „Paten des Taubstummenheims Hermannstadt (Rumänien)“. Vereinsvorsitzende Antje Schmidt-Classen aus Siegen wird dabei unterstützt von Helfern in verschiedenen Städten, unter anderem in Lüdenscheid. Diese Hilfe, das Verteilen der ehrenamtlichen Arbeit auf möglichst viele Schultern, ist umso wichtiger, da die engagierte Vorsitzende in diesem Jahr durch eine Krebserkrankung kürzertreten musste.

Die Sorge um die Zukunft des langfristig erfolgreichen Engagements ist spürbar in ihrem Jahresbericht 2017, der in diesen Tagen an die Paten und Unterstützer ging. Ein beigefügter Kalender mit zwölf Blättern zeugt von den Erfolgen des Einsatzes. Kinder beim Tanz und Sport, an Computern und im Sprachlabor – nichts an diesen bunten, fröhlichen Momentaufnahmen erinnert noch an das Elend in den 1990er-Jahren, als das persönliche Engagement der Paten begann und immer größere Kreise zog.

Doch auch nach mehr als 25-jähriger Hilfe für das Heim müsse man feststellen, „dass es im wahrsten Sinne des Wortes ,an allen Ecken und Enden fehlt’. Mehr als 40 Mal bin ich inzwischen in Hermannstadt gewesen und jedes Mal bin ich mit einer großen Wunschliste zurückgekommen“, schreibt Antje Schmidt-Classen. Dabei sind es Wünsche, deren Erfüllung einen geregelten Tagesablauf ermöglichte. Eine Waschmaschine, eine Industriespülmaschine, ein für Hörtests im eigenen Labor erforderliches Audiometer – diese Geräte seien defekt gewesen. Ohne solche Hilfsmittel sei der Alltag in der Einrichtung, in der die Kinder leben und unterrichtet werden, nicht zu bewältigen. Es werde nicht leichter, immer wieder Mittel und Wege, Spender und Helfer zu finden.

So sei es ein Glücksfall, dass der Lions Club Lennestadt die Reparatur des Audiometers übernommen habe. Zudem habe er zugesagt, vom Verein in Deutschland gekaufte Hilfsgüter nach Hermannstadt zu transportieren, wenn er seine Firmenkunden in Hermannstadt beliefere. „Dafür sind wir sehr dankbar“, schreibt Antje Schmidt-Classen, „denn Hilfsgüter sind bei uns billiger zu erwerben und zugleich qualitativ hochwertiger.“

Schulleiterin Nicoleta Nan und ihr Kollegium bedanken sich im Kalender ebenfalls für die kontinuierliche Unterstützung: „Denn Ihre Gegenwart in unserem Leben, liebe Paten und Helfer, schenkt uns die Erfahrung, dass wir nicht allein gelassen sind, und gibt unserem Leben eine Bedeutung und einen Sinn, der uns mit Mut und Vertrauen auf die Zukunft erfüllt.“

Ansprechpartnerin in Lüdenscheid ist Patin Christa Hoffmeister, Tel.: 963005. Spendenkonto: Sparkasse Lüdenscheid, DE 29 45 85 00 05 00 00 12 11 11.

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