Die Wahl 2014: Schlaglichter

Lüdenscheid - Nach jeder Wahl gibt es Gewinner und Verlierer, persönliche Triumphe und bittere Niederlagen. Die LN werfen ein Schlaglicht auf den Wahlsonntag.

Bitter traf es Fabian Ferber, in diesem Jahr erst für die SPD in den Rat nachgerückt. Im Wahlbezirk 07, Kalve/Berliner Straße, unterlag er seinem CDU-Konkurrenten Rüdiger König mit einer Differenz von elf Stimmen (377 zu 388). Weil die SPD 21 von 24 Wahlbezirken direkt eroberte, griff die Reserveliste gar nicht. Sogar mit Platz acht wäre Ferber dabei gewesen.

Überhaupt keine Chance über die Reserveliste hätte der SPD-Stadtverbandsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Gordan Dudas gehabt. Platz 24 wäre aussichtslos gewesen. Doch im Bezirk 10, Wefelshohl/Höh, hatte Dudas einen sicheren Wahlkreis inne, den er mit 54,89 Prozent der Stimmen gegen die junge CDU-Kandidatin Jasmine Julie Müller behauptete – bestes Ergebnis aller Direktbewerber in Lüdenscheid.

Kontrastprogramm dann im Wahlbezirk 22, Bierbaum/Piepersloh/Verse. Dr. Antje Heider holte dort das beste Einzelergebnis für die CDU und eroberte direkt das Ratsmandat gegen Marcus Gawlik, der 36,24 Prozent der Stimmen holen konnte – das schlechteste Resultat aus SPD-Sicht.

Überglücklich war Sandra Manß, die für die SPD 2009 erstmals in den Rat gerückt war und mit Platz 19 keine Chance über die Reserveliste gehabt hätte. Im Wahlbezirk 13, Weststraße/östliches Oeneking holte sie 44,82 Prozent der Stimmen gegen Magdalene Schulte von der CDU. Der Gang zur Wahlparty hatte sich für sie trotz mehrfacher schwerster Bänderdehnungen gelohnt.

Die höchste Wahlbeteiligung Lüdenscheids verzeichnet mit 60,32 Prozent der Wahlbezirk 14, Oeneking/Stüttinghausen. Hier ließ Susanne Mewes, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU, ihren Gegenkandidaten Harald Metzger von der SPD klar hinter sich. 42,18 Prozent verbuchte Mewes, 36,58 Prozent Metzger, der im traditionell schwarzen Wahlbezirk auch das zweitschlechteste Ergebnis der SPD einfuhr.

Die schlechteste Wahlbeteiligung zeigt der Bezirk 03, Tinsberg/Kluse auf. 25,28 Prozent der Wähler, 590 von 2334, gingen an die Urne. - flo

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