„Geisterpark“ Rosmart: Warten auf Firmen

LÜDENSCHEID –  Das Gewerbegebiet Rosmart präsentiert sich als regelrechter "Geisterpark". Das Warten auf Firmen nimmt offenbar kein Ende. 

Den „Rosmarter Allee“-Charakter prägen lange Reihen kopfloser Laternen. Sie säumen die Straßen im Gewerbegebiet. Warnbaken leiten durch die Landschaft, die, wäre es nach dem Willen der Vermarkter in Altena, Werdohl und Lüdenscheid gegangen, längst durch moderne Industriearchitektur geprägt würde, wobei gut gefüllte Parkflächen auf viele neue Arbeitsplätze im Märkischen Gewerbepark Rosmart hindeuteten.

Schulte: „Schlechtes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit"

Bild mit Symbolcharakter: Das Gewerbegebiet Rosmart leidet sichtlich unter jahrelangem Desinteresse von Bauwilligen.

„Warum wollen um- und ansiedlungswillige Betriebe überall hin, nur nicht nach Rosmart“ – diese Frage stellt sich nicht nur Landtagsabgeordneter und Infrastrukturfachmann Bernd Schulte (CDU). Bei der Podiumsdiskussion der Wirtschaftsjunioren mit den Landtagskandidaten hatte er vergangene Woche noch die Bedeutung interkommunale Zusammenarbeit – etwa bei den Themen Schule, Musikschule/VHS, Bauämter – betont. Rosmart allerdings gelte, so Schulte, als eher schlechtes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit. Die Mittelstandsvereinigung der CDU (MIT) hatte danach insbesondere den Internetauftritt der Gewerbepark GmbH als „inhaltlich veraltet und uninformativ“ kritisiert.

Edgar Weinert, Lüdenscheids Amtsleiter „Wirtschaftsförderung“ und einer der drei Gewerbepark-Geschäftsführer, wollte gestern nicht auf die Kritik eingehen. „Ob eine Reaktion erfolgt, muss ich zunächst mit den übrigen Geschäftsführern abstimmen“, teilte er mit.

Knackpunkt Autobahnzubringer

Gut erreichbar sei das Gebiet, glaubt Schulte und verweist auf den weiteren Ausbau der Brunscheider Straße. Knackpunkt sei hier nur noch der Autobahnzubringer, wo die Brücke um eine Spur erweitert werden müsse. Die Planung sei „in der Mache“. Ziel sei der völlige Neuausbau von der Abfahrt Lüdenscheid bis Rosmart. Parallel dazu gelte es, sich bei der Vermarktung des Gewerbeparks anzustrengen: „Dann muss man eben über den Preis nachdenken.“

Rubriklistenbild: © Foto: Kornau

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