Schwere Beute

Gewaltsam geöffnet: Mann mit Hund findet Tresor im Stadtpark

Wie der schwere Opferstock mit seinem Betonsockel im Unterholz des Stadtparks landete, ist noch nicht bekannt. Spaziergänger haben ihn am Wochenende gefunden.
+
Der schwere Opferstock mit seinem massiven Betonsockel lag im Unterholz des Stadtparks. Dort wurde er von Spaziergängern gefunden.

Der Opferstock, den bislang unbekannte Täter in der Nacht zum 18. Juli aus der Kirche Maria Königin am Schättekopf entwendet hatten, ist wieder da.

Lüdenscheid - Er wurde von Spaziergängern im Stadtpark entdeckt, in unmittelbarer Nähe eines asphaltierten Weges. Das aufgrund seines Betonsockels rund 200 Kilogramm schwere Diebesgut wurde von der Polizei mit Hilfe der Feuerwehr geborgen und sichergestellt. Zuvor hatte sich Pastor Hans Ferkinghoff davon überzeugt, dass es sich bei dem gefundenen Objekt in der Tat um den verschwundenen Opferstock handelte.

Unabhängig voneinander hatten sich am Samstag Spaziergänger sowohl bei dem Pastor als auch bei der Polizei gemeldet, um den Fundort mitzuteilen. Ferkinghoff berichtete, dass ein Anwohner der Harlinger Straße sich aufgrund des LN-Artikels über den Diebstahl des Opferstocks bei ihm gemeldet habe. Anhand des Fotos habe der Mann erkannt, dass es sich bei dem Objekt, das er bereits am Donnerstag entdeckt habe, um den Opferstock handeln müsse. Daraufhin fuhr Ferkinghoff mit seinem Fahrrad zu der beschriebenen Stelle. Er geht davon aus, dass die Diebe versucht haben, den Opferstock aufzubrechen. Mit seinem Schlüssel sei es ihm nicht gelungen, die Metallklappe zu öffnen. Außerdem sei der Betonsockel massiv beschädigt gewesen, so dass der Pastor davon ausgeht, dass die Diebe versucht haben, den Trichter aus seiner Halterung herauszubrechen. Bevor er selbst die Polizei benachrichtigen konnte, hatte eine weitere Spaziergängerin die Einsatzkräfte bereits alarmiert, die den Opferstock am Samstagvormittag bargen.

Opferstock regelmäßig geleert

Ferkinghoff vermutet, dass die Täter den Opferstock mit einer Schubkarre, die im Vorgarten der Kirche abgestellt war, zu einem Auto transportiert, im Stadtpark abgeladen und versucht haben, ihn aufzubrechen. Selbst wenn das gelungen wäre, dürfte der Sachschaden höher als die mögliche Beute gewesen sein: Der Opferstock werde regelmäßig geleert und enthalte lediglich Spenden für den Schmuck in der Kirche.

Der Vorfall in Maria Königin ist kein Einzelfall. In der Nacht vom Freitag auf Samstag wurde in Hagen ein Tresor aus der St. Johannes-Baptist Kirche am Boeler Kirchplatz gestohlen. Unbekannte Täter brachen den im Mauerwerk fest eingebauten Tresor gewaltsam heraus. Anschließend transportierten die Täter den Tresor komplett ab. In dem Stahlschrank lagerten sakrale Kunstgegenstände, deren materieller Wert noch nicht beziffert werden kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare