Gesucht: 30 Holzhütten-Ideen

Altstadt-Weihnachtsmarkt: Vision 68 soll direkt umgesetzt werden

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Zumindest der Standplan ist schon in trockenen Tüchern: „Die Stadt hat ihn so abgenickt“, sagte Willi Denecke bei der Vorstellung. Das Gros der Stände gruppiert sich um die Erlöserkirche.

Lüdenscheid - Die Vision Nr. 68, der Altstadt-Weihnachtsmarkt, soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Für Willi Denecke und seine Visionäre ist das in mehrfacher Hinsicht ein wichtiger Schritt. Denn die Lüdenscheider sollen sehen, dass mit vereinten Kräften endlich eine reizvolle, lange diskutierten Veranstaltung „mit Wow-Effekt“ umgesetzt wird. Und sie sollen sehen, dass aus Visionen Wirklichkeit werden kann.

Rund 30 Stände sollen vom 8. bis 10. Dezember rund um die Erlöserkirche für einen individuellen Altstadt-Weihnachtsmarkt sorgen. Willi Denecke ist zuversichtlich: „Manche sagen, es ist schon Juni, das klappt nie. Wir sagen, es geht doch, weil wir’s wollen und die Power haben, das Ding durchzuziehen.“

Zumal einiges schon geschafft ist: Ein Standplan-Vorschlag sei bereits „in großer Runde“ von Vertretern der Stadt abgenickt worden, sagte Denecke. Er hat die „Patenschaft“ für diese Vision übernommen. Daher koordinierte er die weiteren Schritte bei dem Treffen von rund 15 Teilnehmern am Donnerstag im Kleinen Prinzen. 

Die Möglichkeit, drei Stände auf den Graf-Engelbert-Platz zu stellen, fand allerdings keine einhellige Zustimmung. „Die Leute mögen’s eng“, gab Marco Schwarzkopf (Bettenhaus Neumann) zu bedenken. Außerdem würde es das Marktgeschehen auseinanderreißen, lautete ein Einwand.

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Wichtig sei, die 30 geplanten Holzhäuschen zu füllen – am liebsten mit Händlern, Handwerkern, Organisationen oder Kreativen, die Originelles, Selbstgemachtes oder Typisches für die Stadt anbieten würden. Dass man unter Umständen etwas spät am Start sein könnte, um mit diesen Vorgaben noch reizvolle Teilnehmer zu finden, war der Runde klar. 

Ideen der „Visionäre 2020“ für den Bereich Gestaltung

Andererseits: Ein gewisses Kontingent übernehmen Einzelhändler aus der Runde, und es gibt schon weitere Anfragen. Darüber hinaus erhofft man sich noch Bewerber nach dem Motto: „Von Lüdenscheidern für Lüdenscheider“. Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail melden: info@tanzschule-s.de. Die Jury-Gruppe sichtet die Konzepte dann. Weitere Gruppen kümmern sich um die Akquise, um die Infrastruktur, um Deko und Beleuchtung sowie um ein Rahmenprogramm.

Ideen der „Visionäre 2020“ für die Bereiche Veranstaltungen und Sonstiges

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Die Öffnungszeiten stimmte die Runde ab: freitags ab 15 Uhr, samstags und sonntags ab 12 Uhr. Ausklang jeweils ab 21 Uhr, Ende spätestens um 22 Uhr.

Knackpunkt sind die Kosten 

Ein Knackpunkt sind noch die Kosten. Obwohl „Fan davon, das kostenlos zu machen“, weiß Sponsoring-Fachmann Willi Denecke, dass nicht alles umsonst zu bekommen ist. Deshalb einigte man sich auf eine Standpauschale zwischen 200 und 300 Euro plus Nebenkosten für drei Tage, je nach Hüttengröße. Einhellige Meinung in der Runde: „Rechnen tut sich das nicht. Aber wir wollen etwas für Lüdenscheid tun.“

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