„Eine Revolution“

Gesichts-Scan in Unternehmen im MK: Neues Gerät erkennt Maskenträger

scan körper
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Das Digides Scan kann nicht nur die Körpertemperatur messen, sondern verfügt auch über eine Gesichts- sowie Maskenerkennung und warnt ebenfalls bei falschem Sitz der Maske.

Es fing damit an, dass sich Axel Turck kürzlich zu einer Untersuchung im Klinikum Lüdenscheid aufhielt. Einen Corona-Schnelltest musste er dabei nicht machen. Dafür sah er sich einem Gerät gegenüber, das digital seine Körpertemperatur ermitttelte und unmittelbar anzeigte – und so Anzeichen einer Infektion überprüfte.

Lüdenscheid – Der Krankenhausaufenthalt war für Turck rasch vorüber, das digitale Thermometer aber ließ ihn nicht mehr los. Die Vorstellung des Lüdenscheider Unternehmers: Besagter Mess-Apparat sei womöglich ein wichtiger Baustein zu Beherrschung der Pandemie, sein verbreiteter Einsatz in Lüdenscheid daher erstrebenswert.

StadtLüdenscheid
LandkreisMärkischer Kreis
Einwohnerzahl72.313 (Stand: 31.12.2019)

„Für mich ist das eine Revolution“, sagt Turck. Am Empfang seines auf Aluminiumdruckguss fixierten Tradtionsbetriebs an der Werdohler Landstraße hat er jüngst ein solches Temperaturmessgerät aufstellen lassen – in Form einer sprechenden Säule mit integrierter Handdesinfektion.

Gesichts-Scans in Unternehmen im MK: „Nicht alles den Chinesen überlassen“

Damit nicht genug. Gemeinsam mit Technikern befeundeter Firmen sondiert Turck derzeit künftige Einsatzfelder des Messgeräts – und auch die Möglichkeiten, selbst in die Herstellung von Zubehörteilen des digitalen Instruments – etwa spezielle Halterungen – einzusteigen. „Man muss ja nicht alles den Chinesen überlassen“, sagt Turck.

In einer ersten Gesprächsrunde bei Turck mit am Tisch: Joseph Kossinis. Der Unternehmer aus Iserlohn hat die Körpertemperatur-Messtechnik zwar nicht erfunden – sie kam schon lange vor Corona zwecks Aufspürung von Infektionen auf asiatischen Flughäfen zum Einsatz. Er hat sie aber nach eigenem Bekunden verändert und verfeinert. Hilfe bei der Software sei dabei von der Fachhochschule Iserlohn gekommen.

Beschäftigen sich mit den Einsatzmöglichkeiten des Digides-Messgeräts (von links): Axel Turck, Joseph Kossinis und Daniel Dalsasso.

Kossinis’ Gerät heißt nun Digides Scan. Es kann nicht nur die Körpertemperatur messen, sondern verfügt auch über eine Gesichts- sowie Maskenerkennung und warnt ebenfalls bei falschem Sitz der Maske. Das Geschehen auf dem kleinen Bildschirm kann von einer Sprachfunktion unterstützt werden. Weitere Funktionen seien vorstellbar.

Gesichts-Scans in Unternehmen im MK: Stern-Center interessiert

Bei dem Treffen bei Turck war auch Daniel Dalsasso mit von der Partie. Der Manager des Lüdenscheider Stern-Centers sollte den möglichen Nutzen von Digides Scan für Einzelhandel und Dienstleister einschätzen. Sein Urteil: „Ein interessantes Gerät.“ Das könne derzeit in der Geschäftswelt aber nur als eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme verstanden werden, weil es keine zuverlässige Corona-Erkennung erlaube und somit die vorgeschriebenen Corona-Tests nicht ersetze.

Axel Turck bleibt gleichwohl vom Nutzen von Digides Scan bei der Corona-Bekämpfung überzeugt: „Im Krankenhaus reicht das Gerät aus. Im Einzelhandel und beim Friseur aber nicht? Da wird mit zweierlei Maß gemessen.“

Von Sebastian Schmidt

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