„Gesetzliche Standards übererfüllt“

Glücklich darüber, dass der Neubau in 14 Monaten fertiggestellt wurde: Ilse Colombo, Matthias Germer und Thomas Kaldewey.

LÜDENSCHEID - „Würde, Gemeinschaft und Individualität“ – so beschreibt Ilse Colombo die Möglichkeiten, die der Neubau des Senioren- und Pflegezentrums Hellersen bietet.

Ganz anders als zu Beginn ihrer Berufslaufbahn in der Altenpflege 1987, als Menschen noch in Vier-Bett-Zimmern „verwahrt“ wurden, wie die Leiterin der Einrichtung auf dem Gelände des Klinikums bei der Eröffnungsfeier mit anschließendem Sommerfest am Samstag betonte.

Die Märkische Seniorenzentren GmbH hat an der Paulmannshöher Straße mehr als sechs Millionen Euro investiert, um den Umzug des Seniorenzentrums aus Haus 4 in den Neubau, der anstelle der früheren Panzer-Reparaturhalle errichtet wurde, zu ermöglichen. „Es ist wirklich ein freudiger Anlass“, hob Ulrich Duffe, Aufsichtsratsvorsitzender der Seniorenzentren GmbH, bei der Eröffnungsfeier für Bewohner und Gäste hervor. Geschäftsführer Matthias Germer fügte hinzu, dass in Hellersen gesetzliche Standards übererfüllt werden. So verfügt das Senioren- und Pflegezentrum ausschließlich über Einzelzimmer mit eigenem Bad, nämlich 80 an der Zahl, während das Landespflegegesetz einen Einzelzimmer-Anteil von 80 Prozent vorschreibt. Germer und der Altenaer Architekt Thomas Kaldewey beschrieben auch, was in den vier eigenständigen Gebäudeteilen getan wurde, um das Leben für die Bewohner so angenehm wie möglich zu machen. So sei Wert gelegt worden auf natürliches Licht, farbliche Orientierungshilfen und Möglichkeiten, sich zu bewegen. „Darüber hinaus dienen unsere drei Höfe und die großen Balkone im ersten Obergeschoss natürlich für alle Bewohner als Begegnungs- oder Rückzugsorte“, so Germer, während Kaldewey beschrieb, dass die Bewohner in den Essens- und Gemeinschaftsbereichen bei der Zubereitung der Mahlzeiten zusehen oder mithelfen können – das Stichwort hierfür laute „Alltagsnormalität“.

Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Meyer, die Betriebsratsvorsitzende Viola Lenhard und Oberarzt Dr. Egbert Cardinal von Widdern von der Klinik für Psychiatrie lobten den Neubau, den Pfarrer Jürgen Jerosch zum Abschluss der Feier segnete. Andreas Koch begleitete die Eröffnung musikalisch mit Gitarrenmusik. - axk

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