Auszeichnung mit 25.000 Euro dotiert

Deutscher Schulpreis für das „Scholl“

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Die Geschwister-Scholl-Gymnasiums um Schulleiterin Antje Malycha (2. von links)  freute sich beim Finale des Deutschen Schulpreises in Berlin, wo Frank-Walter-Steinmeier den Siegerpreis überreichte,  über einen zweiten Platz.

Lüdenscheid - Das Geschwister-Scholl-Gymnasium ist eine von vier Schulen, die bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises in Berlin als eine der besten Schulen Deutschlands 25.000 Euro erhalten haben. Der erste Preis, 100.000 Euro, ging nach München, ein Sonderpreis in Höhe von 25.000 Euro ebenfalls.

Von Susanne Kornau

Der Jubel und die Freude bei der Live-Übertragung der Veranstaltung in Aula und Turnhalle am Staberg waren riesig: „Das ist ein ganz toller Erfolg für unsere Schule“, strahlte Moderatorin und Scholl-Pädagogin Anja Johannvordersielhorst.

Als um 10.52 Uhr mit Lüdenscheid einer der vier Schulpreisträger feststand, brandete der Jubel auf und übertönte jede weitere Begründung, die gerade über die Leinwand kam. Aber das Schulmotto: „Jeder ist etwas Besonderes“ setzte sich trotzdem akustisch durch.

Rund 600 Schüler verfolgen die Live-Übertragung

Rund 600 Schülerinnen und Schüler verfolgten die Live-Übertragung aus Berlin in Aula und Turnhalle mit. Vor Ort, in der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin, war eine heimische Abordnung um Schulleiterin Antje Malycha vertreten, unterstützt unter anderem von Petra Crone (MdB) und CDU-Ratsherr und Scholl-Lehrer Norbert Adam. Die Schulpreis-Auszeichnung übernahm Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Großes Kompliment vom Bürgermeister

Schulleiterin Antje Malycha nahm die Auszeichnung in Berlin entgegen. Dafür gab’s daheim begeisterten Applaus.

In der Aula verfolgten auch Vertreter der Stadt, allen voran Bürgermeister Dieter Dzewas, die Preisverleihung gespannt. Der Bürgermeister gratulierte sehr herzlich zu der hohen Auszeichnung: „Ganz großes Kompliment an die, die diesen Prozess über Jahre begleitet haben.“ Die Teilnahme an der Champions League sei schon eine richtig gute Nummer, zog er den Fußball-Vergleich.

"Eine grandiose Leistung"

Hermann Scharwächter, für Schulen zuständiger Fachbereichsleiter der Stadt, strahlte angesichts der „grandiosen Leistung“. „Wir haben so gute Schulen hier“, sagte er. Wenn eine den Mut habe, sich einem solchen Wettbewerb zu stellen, finde er das toll. Dieter Dzewas sah zudem noch „Luft nach oben“ und ermutigte zum Weitermachen.

Das Scholl gehört für fünf Jahre zur Akademie des Deutschen Schulpreises

Anja Johannvordersielhorst (l.) und Dr. Silvia Greiten gingen vor Beginn der Live-Übertragung nochmals auf die Vorgeschichte ein.

Das wiederum ist nach der Auszeichnung Pflicht: Denn die besten Schulen Deutschlands gehören nun für fünf Jahre der Akademie des Deutschen Schulpreises an. Bei Workshops, auf Seminaren und durch Hospitationen werden Konzepte weitergeben. „Es wird wohl noch mehr Arbeit sein“, ahnt Anja Johannvordersielhorst. Aber das ist später, jetzt herrscht Feierstimmung. Bei Antje Malycha gleich doppelt: Sie hatte am Freitag Geburtstag.

Der Live-Ticker zum Nachlesen

Der Deutsche Schulpreis wird seit 2006 von der Robert-Bosch-Stiftung und der Heidehof-Stiftung vergeben. Diesmal traten 116 Schulen an, bundesweit 15 wurden nominiert. Das „Scholl“ hatte sich schon 2006 beworben, daran erinnerte Dr. Silvia Greiten, Scholl-Pädagogin und Koordinatorin für Hochbegabtenförderung, zum Auftakt. „Damals sind wir sofort ‘rausgeflogen.“ Dass man es noch einmal gewagt und die kritische Jury überzeugt hat, ist weiterer Ansporn, auch in Lüdenscheid „dem Lernen Flügel zu verleihen“, wie das Motto des Deutschen Schulpreises lautet.

Geschwister-Scholl-Gymnasium belegt beim Deutschen Schulpreis 2014 Platz zwei

Vertreter von Rat und Verwaltung, mittendrin Bürgermeister Dzewas, verfolgten die Veranstaltung gespannt. J Fotos: Nougrigat

Der Weg ins Finale:

- Scholl unter den besten 15 in Deutschland

-„Scholl“ unter den 20 Besten in Deutschland

- "Scholl": Jury lobt Offenheit und gute Förderung

Die Nominierten hatten sich bereits am Vortag in Berlin getroffen, wovon Dr. Greitern aus erster Hand erzählen konnte. „Die Luft ist sehr, sehr dünn, es sind unglaublich gute Schulen dabei“, bremste sie allzu hohe Erwartungen zu Beginn.

Auch auf den Bewerbungsablauf „zum Teil in Nachtaktionen“ ging sie ein. Ein Aufwand, der sich nun auszahlt, auch für die Kinder: Das Preisgeld, so eine Idee, könnte in die Schulhofgestaltung mit einer abgeteilten Sport- und Mehrzweckfläche fließen.

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