Geschichtsverein weist Holzrichter-Kritik zurück

LÜDENSCHEID ▪ Dr. Arnhild Scholten, seit vielen Jahren Leiterin des Arbeitskreises Denkmalschutz im Heimat- und Geschichtsverein, weist die Kritik von FDP-Ratsherr Jens Holzrichter (die LN berichteten) an ihrem Verein zurück.

„Wir haben nur nüchtern analysiert, dass es in Sachen Denkmalschutz in den vergangenen Jahren in der Stadt keine positiven Veränderungen gegeben hat.“ Zwar sei der Brügger Bahnhof 2002 beim Kauf in marodem Zustand gewesen. Die Stadt habe aber auch nichts getan, um einen weiteren Verfall zu verhindern. Der Bau- und Verkehrsausschuss habe den Komplex erst sehr viel später besichtigt. Auch beim Brüser-Gebäude und beim Homertturm habe sich der Ausschuss schwer getan mit dem Denkmalschutz und ihm ablehnend gegenübergestanden. „Wir beobachten mit Bedauern, dass kein Bewusstsein für den Erhalt historischer Bausubstanz vorhanden ist.“ Auch der ehemalige Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, Hartmut Waldminghaus, hatte einst betont, der Denkmalschutz sei beim Bau- und Verkehrsausschuss falsch angesiedelt.

Holzrichter hatte kritisiert, der Verein betreibe Legendenbildung. Am Bahnhofsgebäude in Brügge sei nichts mehr zu retten gewesen. Es werde aber der Eindruck erweckt, die Stadt hätte das Gebäude zugrunde gerichtet und den Abriss bewusst herbeigeführt. Der Liberale hatte dem Verein, der sich auch für den Erhalt der Umkleide an der Hotopstraße ausspricht, unfaire Angriffe gegen die Stadt vorgeworfen.

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