Geschichtliches Forum über den Ersten Weltkrieg

Dr. Dietmar Simon.

Lüdenscheid - Das Geschichtliche Forum des Geschichts- und Heimatvereins (GHV) steht im kommenden Halbjahr im Zusammenhang mit einer Ausstellung, die derzeit im Kreisarchiv in Altena vorbereitet wird. Vom 1. August an werden bis zum 30. Oktober unter anderem Exponate gezeigt, die die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die Märkische Region dokumentieren. Drei der Vorträge, mit denen der GHV sein Halbjahresprogramm füllt, werden auch im Rahmenprogramm der Ausstellung im Kreisarchiv an der Bismarckstraße in Altena zu hören sein.

Den Auftakt macht beim Geschichtlichen Forum Diplom-Archivar Ulrich Biroth, selbst Mitarbeiter im Kreisarchiv, der maßgeblich an der Konzeption der Ausstellung beteiligt ist. Er wird sich am 18. September mit der Feldpost von und an Soldaten befassen. Überschrieben ist sein Vortrag mit dem Titel: „’Es ist ja das Einzigste, was man von seinen Lieben hat.‘ Der Erste Weltkrieg im märkischen Sauerland anhand von Feldpostkarten.“

Um das Überleben und die Beiträge der Bevölkerung zum Krieg wird sich das Referat von Kreisarchivarin Dr. Christiane Todrowski am 2. Oktober drehen. Sie war erst vor einigen Wochen beim Geschichtlichen Forum zu Gast und hatte über Nachlässe, insbesondere den von Karl Peters, berichtet. Diesmal heißt ihr Thema: „’Wir haben mit allen Kräften das unsrige getan, hinter der Front durchhalten zu helfen.‘ Ernährung und Versorgung im märkischen Sauerland während des Ersten Weltkriegs.“

Der Vorsitzende des GHV, Dr. Dietmar Simon, wird am 13. November einen Vortrag über den „Beginn des Ersten Weltkrieges in Lüdenscheid“ halten. Dabei wird es vor allem um die Zeit im Sommer 1914 zwischen den Schüssen von Sarajewo und den Kriegserklärungen Anfang August gehen. Simon will darauf eingehen, wie die Juli-Krise sich im lokalen Bereich niederschlug, welche Meinungen es zum politischen Geschehen gab und wie diese sich veränderten.

Zum Abschluss des zweiten Halbjahres geht es dann noch einmal um ein ganz anderes Thema. Am 11. Dezember wird Gerhard Geisel den zweiten Teil des beliebten „Bilderspaziergangs durch das alte Lüdenscheid“ (s. Artikel unten) basierend auf dem Buch über die Lüdenscheider Straßennamen präsentieren. Die beiden Veranstaltungen mit dem ersten Teil seien sehr gut besucht gewesen, betont Simon.

Alle Vorträge des geschichtlichen Forums finden jeweils donnerstags ab 17.30 Uhr im Saal der Stadtbücherei statt. Die Ausstellung zum Ersten Weltkrieg im Kreisarchiv wird genau 100 Jahre nach der Mobilmachung am Freitag, 1. August, ab 17 Uhr eröffnet. - gör

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