Kita-Anspruch: „Geschäft blüht nicht nur zum 1. August“

Hermann Scharwächter

Lüdenscheid - „Pädagogische Fachkräfte für Krabbelstuben und Kitas gesucht“ – in Frankfurt. Stellenanzeigen wie diese in den LN verwundern Hermann Scharwächter schon ein wenig. Aber sie werfen ein Schlaglicht auf das Personalproblem, das mit dem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz zum 1. August häufig einher geht.

Ob es in Lüdenscheid tatsächlich spürbar wird, dazu wagt der Fachbereichsleiter Jugend, Bildung und Sport keine verbindliche Aussage. Noch sehe man diesen Mangel nicht, aber früher oder später „wird uns das auch erreichen“, glaubt Hermann Scharwächter: „Zurzeit ist es noch so, dass der Markt die Nachfrage einigermaßen deckt.“ Auch, weil die intensive Ausbildung am Gertrud-Bäumer-Berufskolleg für steten Nachschub in der Region sorge, sei die Situation hier nicht mit der in Großstädten vergleichbar, findet er. Damit das so bleibt, sei es wichtig, den Standort zu stärken und dafür zu sorgen, dass die Erzieherinnen hier auch ihr Anerkennungsjahr absolvieren könnten, findet er.

Das drängendere Problem sei aus seiner Sicht vielmehr die hohe Fluktuation bei den Fachkräften, bedingt auch durch die Kibiz-Regelungen, die häufig nur befristete Beschäftigungen erlaubten. Daher seien Einstellungsgespräche im Grunde Tagesgeschäft in der Stadtverwaltung: „Das Geschäft blüht nicht nur zum 1. August.“

Konkrete Personalzahlen nennt die Stadt noch nicht. Die Berechnung sei kompliziert und vielschichtig, heißt es, hänge nicht zuletzt an tatsächlichen zeitlichen Anforderungen. Klar ist für den Fachbereichsleiter aber: „Die Stellen sind zu besetzen. Wir wollen nicht irgendwelche Notlösungen.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare