Gesamtschule: Vorgezogenes Anmeldeverfahren

LÜDENSCHEID - In Absprache mit dem Schulträger gibt es für die Adolf-Reichwein-Gesamtschule ab Dienstag, 18. Februar, ein vorgezogenes Anmeldeverfahren. Als größte weiterführende Schule in Lüdenscheid ermöglicht sie alle Schulabschlüsse. Sie sei damit, so heißt es im Hinblick auf Anmelde-Interessenten, die Alternative zur Hauptschule, Realschule und zum Gymnasium.

Hier werden Schülerinnen und Schüler von der 5. bis zur 13. Klasse unterrichtet. Im Gegensatz zum Gymnasium bestehe jedoch nur an der Gesamtschule die Möglichkeit, das Abitur nach wie vor in neun Jahren zu erreichen. Damit hätten die jungen Menschen ein Jahr länger Zeit, sich auf das Abitur vorzubereiten. Die Gesamtschule sieht darin die Chance zum intensiveren und individuelleren Lernen. Zudem bleibe den Kindern und Jugendlichen mehr Zeit für Freizeit und Hobbys.

„Entscheidend für die Wahl der richtigen weiterführenden Schulform sollte nicht Prestige-Denken sein, sondern die Überlegung, welche Schule die größtmöglichen Entwicklungschancen für ein Kind bietet. Nach wie vor wird im dreigliedrigen Schulsystem zu früh selektiert und werden die unterschiedlichen Entwicklungen und sozialen Voraussetzungen von Kindern zu wenig berücksichtigt. Schülerinnen und Schüler, die beispielsweise auf einem Gymnasium auf Grund der verkürzten Schulzeit von acht Jahren nur unter großen Schwierigkeiten die Möglichkeit hätten ihr Abitur zu machen, haben auf der Adolf-Reichwein-Gesamtschule ein Jahr mehr Zeit zum Lernen. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler erhalten auf Grund dessen die Chance, ein besseres Abitur zu erwerben. Der kürzeste Weg zum Ziel ist bekannter Weise nicht immer der beste und sicherste“, gibt Markus Ignatzek, der Didaktische Leiter, zu bedenken.

Die Ergebnisse der zentralen Prüfungen in den Jahrgängen 10 und des Zentralabiturs sprächen für sich, heißt es. Die Gesamtschule lag im Landesvergleich auf Gymnasialniveau. Durch zentrale Abschlussprüfungen und das Zentralabitur gebe es keine Unterschiede in der Qualität der Abschlüsse. Die Gesamtschule berücksichtige unterschiedliche Leistungsfähigkeit, indem sie in Mathematik, Englisch, Deutsch und Chemie Kurse mit unterschiedlichen Anforderungen anbiete, ohne so Abschlüsse vorzeitig festzulegen.

Unschlüssige Eltern sollten sich, findet Gesamtschullehrer Markus Ignatzek, im Zweifelsfall lieber gleich für die Gesamtschule entscheiden. Denn: „Wer sein Kind versuchsweise erst an einer Realschule oder am Gymnasium anmeldet und später zur Gesamtschule wechseln möchte, kalkuliert falsch. Ein späterer Wechsel auf die Gesamtschule ist in der Sekundarstufe I nicht mehr möglich, da die Klassen in der Regel keine freien Plätze mehr aufweisen. Denn an der Gesamtschule gibt es kein Sitzenbleiben.“ Erst nach der 10. Klasse biete sich wieder die Möglichkeit, in die Oberstufe einzusteigen.

Für die Anmeldung stehen vier Tage zur Verfügung. Angemeldet werden können Kinder ab Dienstag, 18. Februar, in der Zeit von 14 bis 18.30 Uhr, am Mittwoch von 14 bis 17.30 Uhr sowie am Donnerstag und Freitag von 8.30 bis 12 Uhr. Für das Aufnahmegespräch sollten Eltern ihr Kind mit zur Schule bringen. Über die Aufnahme wird erst nach Ablauf der Anmeldefrist entschieden.

Mitzubringen sind das Originalzeugnis des 1. Halbjahres (Schuljahr 2013/2014), die Empfehlung der Grundschule für die weiterführende Schule, der Anmeldeschein der Grundschule und das Familienstammbuch oder die Geburtsurkunde des Kindes. Bei ausländischen Mitbürgern ist zudem der Pass zur Anmeldung erforderlich.

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