Neuartige Profilkühlung

Gerhardi Alutechnik erhält Förderung vom Bund

Das Traditionsunternehmen Gerhardi Alutechnik fertigt Profile unter anderem für die Bau- und Automobilindustrie.

Lüdenscheid - Mit einer neuartigen Profilkühlung senkt die Gerhardi Alutechnik ihren Materialverschnitt um 124 Tonnen pro Jahr – und für dieses erstmals in der Industrie eingesetzte Verfahren erhielt das Unternehmen einen Zuschuss aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums.

Unterstützt wurde es dabei durch die Finanzierungsberatung der Effizienz-Agentur NRW. „Die ständig steigenden Kundenanforderungen an die Qualität von stranggepressten Aluminiumerzeugnissen hinsichtlich Festigkeit, Maßhaltigkeit und Geradheit erfordern eine immer genauere Beherrschung der Prozessparameter in der Produktion“, weiß der Technische Leiter des Unternehmens Edgar Arens. „Dabei kommt dem Abkühlprozess eine große Bedeutung zu, weil er einen maßgeblichen Einfluss auf die Profileigenschaften hat.“

Um die Kühlwasserkreislaufmenge, den Materialverschnitt und den Energiebedarf zu reduzieren, entschied sich Gerhardi Alutechnik 2014 deshalb, eine flexible Profilkühlung erstmals im großtechnischen Maßstab zu realisieren. Dafür investierte das Unternehmen etwa 434 137 Euro.

„Die neue Profilkühlung bietet gegenüber bestehenden Kühlsystemen die Möglichkeit, eine gezielte Abkühlung von einzelnen Profilbereichen vorzunehmen“, erklärt Edgar Arens. Das neue System ermöglicht eine hohe Aufprallgeschwindigkeit des Kühlmittels auf die Profile. Die Geschwindigkeit hat direkten Einfluss auf die Kühlwirkung und ist maßgeblich für die gewünschten mechanisch-technologische Eigenschaften.

Bestehende Systeme konnten diesen Effekt bisher nicht optimal gewährleisten. „Mithilfe der neuen Profilkühlung konnten wir unsere Ressourceneffizienz maßgeblich steigern“, so Arens. „124 Tonnen Aluminiumverschnitt, 133 525 Kubikmeter Kreislaufwasser sowie 46 281 Kilowattstunden elektrische Energie sparen wir dank dieser Innovation jährlich ein.“

Begleitet wurde das Projekt im Rahmen des Umweltinnovationsprogramm vom Umweltbundesamt und der KfW, Unterstützung bei der Realisierung erhielt Gerhardi Alutechnik durch die Effizienz-Agentur NRW aus Duisburg. Mit deren Unterstützung erstellte das Unternehmen eine Projektskizze für das Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums – und erhielt die Bewilligung eines Zuschusses in Höhe von 119 969 Euro.

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