Statt Geschenke Spende für Förderverein Miki

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Über eine Spende von 3965 Euro freuten sich die aktiven Mitglieder des Vereins Miki. Gerhard A. Meier überreichte den symbolischen Scheck an Antje Malycha.

LÜDENSCHEID - Eine Spende, deren Höhe der Spender selbst erst bei der offiziellen Übergabe erfuhr, gab es für den Förderverein Miki des Märkischen Kinderschutzzentrums: 3.965 Euro nahm die Vorsitzende Antje Malycha von Gerhard A. Meier, Präsident des Rotary-Clubs Lüdenscheid, entgegen.

Meier hatte anstelle von Geschenken zu seinem 70. Geburtstag um eine Zuwendung für Miki gebeten. Eine Idee, die nachahmenswert sei, meinte Malycha bei der Jahreshauptversammlung am Mittwoch im Seminarzentrum des Klinikums. Einzige Aufgabe des Vereins sei es schließlich, Jahr für Jahr eine Stelle im Märkischen Kinderschutzzentrum mit rund 40.000 Euro zu finanzieren. Das ist 2012 mit Spendeneinnahmen von mehr als 42.000 Euro gelungen und auch 2013 habe gut begonnen, bestätigte Kassierer Christian Scheider.

Weitere Einnahmequellen seien Mitgliedsbeiträge sowie Zuwendungen aus Strafsachen. Die Arbeit, die im Kinderschutzzentrum geleistet und von Miki unterstütz werde, komme immer mehr in den Köpfen an, freute sich Malycha.

Für die Vorsitzende stand der Dank an alle Spender und Unterstützer im Mittelpunkt. Namentlich nannten Malycha und Scheider unter anderem Bürgermeister Dieter Dzewas mit seiner gewonnenen Wette gegen den DMMarkt im Stern-Center (wir berichteten), die Sparkasse, das Lions-Hilfswerk, die Firma Ratio Date und Mercedes Jürgens mit dem Booster-Konzert. Das „Team Gerdes“ aus den Reihen des Vereins habe erneut mehr als 6.000 Euro mit dem Verkauf von Handund Bastelarbeiten eingenommen – in 13 Jahren hat allein diese Gruppe insgesamt 75.000 Euro für den Verein erwirtschaftet. In seinem Amt bestätigt wurde bei der Versammlung Geschäftsführer Steffen Kusserow.

Rainer Martin, Leiter des Kinderschutzzentrums, präsentierte einen vorläufigen Jahresbericht über die Arbeit des sechsköpfigen Teams. Er verwies auf Herausforderungen, die sich – zusätzlich zum 20. Geburtstag der Einrichtung – ergaben, weil zwei Stellen neu besetzt werden mussten. Aktuell sei man auf einem guten Weg. 383 Fälle wurden 2012 abgeschlossen.

Auffällig sei, so Martin, die steigende Zahl von Vernachlässigungen sowie von häuslicher und Partnerschaftsgewalt, die auch Kinder in den Haushalten belaste. Martin führt dies auch auf eine gestiegene Sensibilität für solche Fälle bei Erziehern, Lehrern und Polizisten zurück. - Bettina Görlitzer

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