Stenografin Paul Deitenbecks: Gerda Naumburg ist tot

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Gerda Naumburg starb im Alter von 90 Jahren.

Lüdenscheid - Im gesegneten Alter von 90 Jahren verstarb am Dienstag (11. Dezember 2012) eine Frau, die sich durch ehrenamtliches Engagement um das kirchliche Leben in Lüdenscheid und um die Arbeit innerhalb der Kreissynode verdient gemacht hat: Gerda Naumburg.

Die Feier zu ihrer Beisetzung findet am kommenden Montag, 17. Dezember um 11 Uhr unter der Leitung von Pfarrer Sebastian Schultz in der evangelischen Friedhofskapelle statt. Die Verstorbene gehörte 35 Jahre lang dem Presbyterium der Christuskirchengemeinde an. Fast genauso lange war sie Mitglied der Kreissynode. Ein ganz besonderes Anliegen war ihr die Partnerschaft des hiesigen Kirchenkreises mit der Toba-Batak-Kirche Indonesiens, für die sie sich im örtlichen und auch im synodalen Ausschuss für Weltmission und Ökumene einsetzte. Bis zuletzt lag ihr die Arbeit des Gesprächsforums „Leben + Glauben“ am Herzen, zu dessen Gründungsmitgliedern sie – neben Irmtraut und Martin Huneke sowie Dr. Anneliese Dehnen – gehörte.

Zusammen mit ihrer Mutter war Gerda Naumburg während des 2. Weltkriegs nach einem Bombenangriff, bei dem sie alles verloren hatten, aus ihrer Heimatstadt Dortmund nach Lüdenscheid gekommen. Zu ihrer Freude fand sie hier gleich Anschluss an die evangelische Kirchengemeinde, in der sie auch viele Freunde fand. Zu ihren wertvollsten Bekanntschaften zählte sie die Diakonisse und Autorin Marie Hüsing und Pfarrer Paul Deitenbeck. Sie stenografierte die Predigten mit, die er in stark besuchten Jugendgottesdiensten in der Erlöser- und in der Christuskirche hielt. Diese wurden anschließend abgezogen. Die Abschriften wurden an viele Interessierte verschickt und fanden zu einem großen Teil auch Eingang in Paul Deitenbecks Predigtband „Botschaften von der anderen Seite“.

Beruflich war Gerda Naumburg 32 Jahre lang - von 1951 bis 1983 – als Chefsekretärin bei der Firma Brauckmann & Pröbsting tätig. An der Stelle, wo diese einst ihren Sitz hatte, verbrachte sie ihre letzten Lebensjahre: im Seniorenzentrum Reseda am Brauckmann-Carrée. Da sie nach mehreren Operationen an den Rollstuhl gefesselt und auf fremde Hilfe angewiesen war, war sie vor fast drei Jahren in diese Einrichtung umgezogen. Dort feierte sie am 23. August dieses Jahres ihren 90. Geburtstag. Diese Feier nahm Gerda Naumburg, die sich ihre geistige Frische bewahrt hatte, zum Anlass, um im Kreis von zahlreichen Freunden und Bekannten einen dankbaren Rückblick auf ihr langes, reiches Leben zu halten. - Ingrid Weiland

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