Dr. Gerd Möller kündigt neues Buch an

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Dr. Gerd Möller ist Lüdenscheid immer verbunden geblieben. In Kürze veröffentlicht er sein zweites Buch.

Lüdenscheid - Der Gründer des Vereins zur Reinhaltung der deutschen Sprache, kurz „Verein deutscher Sprache“, einstiger Abiturient des Zeppelin-Gymnasiums, der passionierte Globetrotter, Spötter und Menschenfreund „Möller-Lüdenscheid“ schickt sich an, Ende September ein neues Buch auf den Markt zu bringen. Titel: „Das Leben ist ein Streichelzoo – für einen Möller-Lüdenscheid“.

Der Autor Dr. Gerd Möller, 1938 in Lüdenscheid als Spross einer Unternehmerfamilie geboren, studierte Staatswissenschaften, wirkte im väterlichen Unternehmen, später als Leiter einer Privatschule. Bereits im Jahre 2012 brachte er die Biographie „Erinnerungen einer Mutter von fünf Söhnen“ über seine Mutter Hedwig Möller heraus. Gestützt war dieses Werk auf ein verloren gegangenes Manuskript der Mutter, die dereinst als lebenslustige frankophile Pfälzerin der Liebe wegen ins Sauerland kam.

Der Autor erzählt in seinem in Kürze erscheinenden zweiten Werk von einem Leben als „Möller-Lüdenscheid“, wie ihn seine Freunde nennen, weiß um die wahre Genese des Lüdenscheiders und korrespondiert mit den Großen dieser Welt. Natürlich werden in dem Buch alte Lüdenscheider Institutionen, Personen und Ereignisse auftauchen. Dies mag der Erheiterung dienen.

Weshalb das Leben ein Streichelzoo sei, lautete die Frage an Gerd Möller beim Gespräch im Café Kleiner Prinz. „Ich habe bis heute rund 75 Länder bereist und bin davon tief geprägt, versuche dem Leben stets das Positive abzugewinnen.“ Dieser Zug war nötig in einem Leben, das zunächst vom Generationenkonflikt geprägt war. Wider Willen musste er den väterlichen Betrieb nach dem Unfalltod des designierten Nachfolgers führen. Erst die Zeit in der Bundeswehr (ab 1959) brachte ihn, der lange das Leben eines „faulen Sacks“ (Zitat Möller) führte, „in die Spur“. Da, so sagt Möller „wurde alles gerichtet.“

Eine Konstante in seinem Leben ist die Liebe zu Musik, Literatur und Kunst. Das Musische hatte die Mutter gefördert. Schon früh, 1958, konnte der junge Geiger Gerd Möller als einer von zwei Solisten mit dem Lüdenscheider Jugendorchester im Rahmen der Brüsseler Weltausstellung auftreten. Dieses Ereignis hat sich unauslöschlich in seinen Erinnerungen festgesetzt. Noch heute konzertiert Möller mit anderen, organisiert schon auch einmal einen Auftritt.

Keinesfalls in dieser Deutlichkeit im Buch zu finden ist die Antwort auf die Frage, welche Bedeutung Lüdenscheid für ihn, der nun schon lange Jahre in Holzwickede lebt, hat. „Wir haben uns hier immer wohlgefühlt.“ Dies beziehe er auf das damals existierende soziale Geflecht der Unternehmerschaft untereinander, besonders verbunden waren die Möllers mit den Familien Brauckmann, Dicke, Linden. „Man hatte das Gefühl der Geborgenheit“ und habe zudem erleben können, wie sehr Unternehmer soziale Verantwortung ihren Arbeitern und Angestellten gegenüber pflegten. „Dies habe ich in bester Erinnerung.“ Man dachte nicht nur an sich. Der Vater habe im Betrieb, einer Lackfabrik, eine Kantine gehabt „und das Essen war kostenlos“. An Kündigungen habe man stets zuletzt gedacht. So hätten es alle der Familie bekannten Unternehmer gehalten.

Die Zeiten ändern sich. Kurz darauf zieht Möller-Lüdenscheid wieder frohgemut los, muss noch eben einmal beim Senior eines stadtbekannten Unternehmens vorbei. - Von Ulf Schwager

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