Schalksmühle und Kierspe bestätigen den Trend

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Claudia Raczek ist einer der Eckpfeiler des künftigen STV-Verbandsligateams.

SCHALKSMÜHLE ▪ Der Trend der Mannschaftswettkämpfe im Lenne-Volme-Turngau setzte sich auch am Sonntag bei den Gaukunstturn-Meisterschaften fort: Bei den Teamwettkämpfen hatten die Mannschaften aus dem Volmebezirk den Ton deutlich angegeben. Im Einzelwettkampf, in dem modifizierte Kür-Übungen abgefragt wurden, fehlten Aktive aus dem Lennebezirk sogar gänzlich.

Die Liga-Turnerinnen von TSV Kierspe und Schalksmühler TV drückten den Titelkämpfen so erwartungsgemäß ihren Stempel auf, auch wenn Sofie Waimann zumindest einen Meistertitel zum TuS Grünewald holte.

›Abstand zwischen Marktführer und Verfolger schrumpft

Die eigentliche Erkenntnis aber ist, dass der Abstand zwischen Marktführer Schalksmühler TV und dem „Verfolger“ TSV Kierspe in der Tat kleiner geworden ist. Im Liga-Betrieb trennen beide nach dem STV-Abstieg und dem TSV-Aufstieg in der neuen Saison nur noch eine Klasse. Auch am Sonntag zeigte sich, dass es in der offenen Klasse ein durchaus enges Rennen um die Treppchenplätze war. Letztlich hatte das junge STV-Trio mit Claudia Raczek, Tingni Lu und Selma Zornic noch einmal die Nase vorn, Kim Gläser aus Kierspe fehlte indes gerade ein Zehntel zum dritten Treppchenplatz. In den Klassen darunter gaben mit Dana und Kristin Hütz zwei TSV-Turnerinnen den Ton an, dazu kamen mit Finja und Sina Hertrampf zwei starke Turnerinnen, und mit Ronja Werkshage fehlte sogar noch die im Ligabetrieb fleißigste Punktesammlerin der Kiersper Riege. Keine Frage – am Felderhof ist längst eine ernsthafte Konkurrenz für die Schalksmühler Riege herangewachsen.

Schalksmühler TV hat Grundgerüst für Verbandsliga

Der STV wird sich nach dem Abstieg aus der Oberliga in den nächsten drei Monaten strecken müssen, um eine schlagkräftige Mannschaft für die Verbandsliga-Saison zu stellen. Das Grundgerüst mit Raczek, Zornic und Lu, die allesamt am Sonntag wieder sehr gute Ansätze zeigten, steht. Daneben allerdings wird es nach den diversen Verlusten der vergangenen Jahre (u.a. Kraege, Owen, Machelett) dünn: Wie schnell Lina Chiduck wieder fit wird nach ihrer Operation, das ist offen. Eingeplant werden dürfte mit Sarah Wuntke die nächste sehr vielversprechende Nachwuchs-Turnerin – ein Quartett mit Wuntke, Zornic, Lu und Raczek wäre indes wohl das jüngste, das der STV jemals im Ligabetrieb gestellt hat. Als Perspektiv-Team eine sehr gute Sache, für die Gegenwart allerdings wird sich Cheftrainerin Melanie Priestersbach durchaus noch ein bisschen Erfahrung dazu wünschen. Den Part des Routiniers, der die Youngster führen kann, könnte Marie Eicker übernehmen – wenn sie nach ihrer Knie-Verletzung nochmals richtig fit wird. Engagiert ist Eicker. Am Samstag besuchte sie für den STV die Liga-Sitzung, am Sonntag war sie gemeinsam mit Priestersbach für die Abwicklung der Titelkämpfe verantwortlich. Die Begeisterung fürs Turnen ist da, nun muss nur noch das Knie mitspielen. Nicht nur die Cheftrainerin würde das ganz sicher freuen.

Thomas Machatzke

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