Kündigungen und Sozialplan für 73 Mitarbeiter

Weltkonzern stellt Folienproduktion in Lüdenscheid endgültig ein

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Bei der Schließung seines Lüdenscheider Werkes hat Novelis den nächsten Schritt vollzogen: Am vergangenen Freitag wurde die Arbeit an weiteren Anlagen für die Folienproduktion eingestellt. 73 Mitarbeiter verlieren dadurch ihren Job.

Lüdenscheid – Novelis hat bei der Schließung seines Lüdenscheider Werkes den nächsten Schritt vollzogen: Nachdem das Unternehmen Mitte Februar seine Kaltwalzanlage am Standort Wiesenstraße stillgelegt hatte, wurde am vergangenen Freitag nun die Arbeit an weiteren Anlagen für die Folienproduktion eingestellt. Das teilte das Unternehmen mit.

  • Der Weltkonzern Novelis schließt sein Werk in Lüdenscheid 
  • Jetzt wurde die Folienproduktion komplett eingestellt
  • Kündigungen und Sozialplan für 73 Mitarbeiter

Der Lüdenscheider Produktbereich extrudiertes Kabel- und Rohrband werde dagegen weiterhin aufrechterhalten. Die Produktionsanlagen dafür, so heißt es von Unternehmensseite, werden voraussichtlich ab Juni sukzessive an den Novelis-Standort in Plettenberg-Ohle verlagert. Dafür werden in Ohle 43 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die endgültige Schließung des traditionsreichen Lüdenscheider Standortes – ehemals Hueck & Bühren, später Alcan – soll dann voraussichtlich im September 2020 erfolgen.

Mit dem Ende der Aluminium-Folienproduktion in Lüdenscheid entlässt Novelis nach eigenen Angaben 73 Mitarbeiter. 67 Angestellten des Lüdenscheider Standortes sei die Möglichkeit angeboten worden, in das Novelis-Werk nach Plettenberg-Ohle zu wechseln. 

Ursprünglich hatte Novelis, als es im August 2019 überraschend die Schließung des Werkes angekündigt hatte, 207 Angestellte in Lüdenscheid beschäftigt. Für viele Mitarbeiter seien seit Bekanntgabe der Schließungspläne bereits einvernehmliche Lösungen gefunden worden. Nach der Schließung der Kaltwalzanlage Mitte Februar waren nach Angaben von Werkleiter Erci Tonkowski noch etwa 142 Mitarbeiter am Novelis-Standort Lüdenscheid tätig.

Für die nun 73 gekündigten Mitarbeiter wurde in Abstimmung mit dem Betriebsrat ein Sozialplan erarbeitet, teilt Novelis mit. Dieser sehe beispielsweise den Wechsel der Betroffenen in eine Transfergesellschaft ab dem 1. Mai vor, um sie zu unterstützen und ihnen einen sozialverträglichen Übergang zu einer neuen Arbeitsstelle zu ermöglichen. 

„Ich bedauere die Schließung sehr. Leider ist dieser Schritt unvermeidlich, um die Wirtschaftlichkeit der Novelis Deutschland GmbH nachhaltig sicherzustellen und der Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern an allen Standorten gerecht zu werden“, betont Eric Tonkowski, Werkleiter Novelis Lüdenscheid und Ohle. „Ich fühle mich persönlich mit dem Lüdenscheider Werk sehr verbunden und möchte mich bei allen Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit bedanken. Wir sind froh, sozialverträgliche Lösungen für ausscheidende Mitarbeiter gefunden zu haben und vielen Mitarbeitern den Wechsel an den Standort Ohle anbieten zu können.“

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