„Geordnetes Chaos“ ebnet Weg ins neue Heim

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Katharina Höhne mit Altenpflegeschülerin Nadine Heim auf dem Weg zum neuen Senioren- und Pflegezentrum, auf das sich die 96-Jährige schon freut, weil es dort viel zu sehen gibt.

LÜDENSCHEID - Das neue Senioren- und Pflegeheim auf dem Gelände des Klinikums in Lüdenscheid ist seit Donnerstag bezogen.

Umzüge sind eine logistische Herausforderung. Was schon für den kleinen Ein-Personen-Haushalt gilt, zählt erst recht für ein Altenheim. Am Donnerstag war es soweit: Nach 14 Monaten Bauzeit wurde der Neubau des Senioren- und Pflegezentrum auf dem Klinikgelände in Hellersen bezogen. Nach nur 90 Minuten atmeten Einrichtungsleiterin Ilse Colombo und Thorsten Pilz, Qualitätsmanager für Pflege und Reha, erleichtert durch. Die meisten der 64 Bewohner frühstückten bereits in den neuen Räumen. Lediglich der Transport der bettlägerigen Patienten, durchgeführt vom DRK, dauerte etwas länger.

Jede Hilfreiche Hand beim Umzug willkommen

Beim Ortswechsel war jede hilfreiche Hand willkommen, auch wenn es nur wenige Meter vom bisherigen Domizil in Haus 4 an den neuen Standort waren. Die 25 Schülerinnen und Schüler des benachbarten Altenpflegeseminars absolvierten bereits einen praktischen Teil in der Betreuung alter Menschen. „Sie waren und sind uns eine sehr große Hilfe“, freute sich Ilse Colombo über das Engagement der jungen Menschen.

Überzeugt vom neuen Gebäude und Konzept der Einrichtung sind nicht nur Aufsichtsrat, Architekt, Geschäftsführung und Pflegepersonal, sondern auch die Bewohner nach dem ersten Eindruck. Auf den Komfort eines Einzelzimmers mit einem eigenen Bad nach der bisherigen Doppelbelegung freut sich Arthur Zerbe, Katharina Höhne (96) findet es einfach herrlich. „Auch alte Menschen möchten schließlich etwas sehen.“

Drei begrünte Innenhöfe und ein Vorplatz

Um diesen Wünschen Rechnung zu tragen, hat Architekt Thomas Kaldewey den vierfingrigen Baukörper mit viel Glas versehen, drei begrünte Innenhöfe und einen Vorplatz angelegt, „um die Menschen näher ans Leben zu rücken und sie am Campus teilhaben zu lassen.“

Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Duffe und Matthias Germer, Geschäftsführer der Sparte Reha und Pflege der Märkischen Gesundheitsholding, hoben die Entscheidung für die maximale Komfortlösung mit Einzelzimmern hervor. „So wird die Individualität der Bewohner bewahrt.“ Für Ilse Colombo war es am Donnerstag ein „geordnetes Chaos“ mit jeder Menge Teamgeist. - Bernd Eiber

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