Genügend Bedarf für ein drittes Konjunkturpaket

Die Dachsanierung auf der Richard-Schirrmann-Realschule ist in vollem Gange.

LÜDENSCHEID – Annette Meyer, Leiterin des Bergstadt-Gymnasiums (BGL), freut sich, dass zurzeit 50 Fenster am BGL ausgetauscht werden und damit rund 700 Quadratmeter Fassadenfläche erneuert werden.

Ziel ist es, das Gebäude energetisch zu sanieren. Die rund 190 000 Euro für diese Maßnahme stammen aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung. Die Türen zur Pausenhalle sind bereits ausgewechselt worden. „Da war so viel Luft, dass Mäuse darunter in die Halle schlüpfen konnten“, weiß Bürgermeister Dieter Dzewas. Das ist jetzt nicht mehr möglich, und auch viel weniger Wärme dringt aus dem Gebäude und verursacht unnötig hohe Energiekosten. Andreas Beckmann, zuständiger Architekt aus dem Amt für Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGW), erklärt, dass sich der so genannte Wärmedurchgangskoeffizient fast um ein Vierfaches verringert.

„Wir könnten locker das Doppelte der zur Verfügung stehenden Mittel aus dem Konjunkturpaket II für die energetische Erneuerung verbauen“, sagt Dieter Dzewas. Es sei genügend Bedarf vorhanden für ein drittes Paket. „Das würde auch die Binnenkonjunktur stärken.“

Mit den derzeit vorhandenen Mitteln wird neben dem BGL auch eine erhebliche Wärmedämmung des Hauses 2 der Richard-Schirrmann-Realschule (RSR) umgesetzt. Hier ist Peter Vecerek vom ZGW für die Bauleitung zuständig. Dach und Fassade werden saniert. Die bisher offene Pausenhalle ist bereits verglast worden. 650 000 Euro kosten diese Arbeiten, die laut ZGW-Leiter Frank Kuschmirtz im August beendet sein sollen. Die RSR gehört zudem zu den städtischen Gebäuden, die künftig durch regenerative Energien – in diesem Fall Pellets – beheizt werden sollen. Die Stadt hat, wie berichtet, für fünf Gebäude mit einem Wuppertaler Unternehmen ein so genanntes Contracting vereinbart. Die Firma liefert die entsprechende Heiztechnik.

Eine nicht ganz so große, aber auch wichtige Sanierung wird zudem gerade am Umkleidegebäude, dem Wohnhaus und dem Vereinsheim des SC Lüdenscheid am Wehberg umgesetzt. „Die in die Jahre gekommenen Dächer werden mit Trapezverbundprofilen neu gedeckt“, erläutert Gudrun Abendroth vom ZGW. Die rund 50 000 Euro kommen allerdings aus dem städtischen Haushalt.

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