Gemietete Drehleiter ist da, Tests beginnen

LÜDENSCHEID ▪ Die Feuer- und Rettungswache verfügt wieder über zwei Drehleiterwagen. Vorgestern am späten Abend brachte ein Spediteur das Fahrzeug zum Dukatenweg. Gestern Morgen begann bereits die Schulung der Drehleitermaschinisten auf dem Wagen. Wie Feuerwehr-Chef Martin Walter erläuterte, können somit in Kürze die Tests auf der Wilhelmstraße beginnen. .

Bekanntlich hatten zwei Drehleitern bei einem Großeinsatz in der Fußgängerzone am Abend des 21. Februar den Geist aufgegeben. Die Evakuierung der betroffenen Hausbewohner hatte sich stark verzögert

Nun wollen die Verantwortlichen herausfinden, ob das Versagen der komplizierten Technik tatsächlich damit zu tun hatte, dass der Untergrund unter den Hydraulikstempeln der Wagen nachgeben und die Steuerung ausgesetzt hat. Für die „Anleiterproben“ auf dem knapp 30 Jahre alten Pflaster rückt die Drehleiter des Löschzuges Brügge an. Die war es auch, die bei dem Feuer an der Römergasse ihren Dienst versagt, aber eine anschließende technische Überprüfung ohne Beanstandungen durchlaufen hat.

Sollten die Tests auf der Wilhelmstraße abermals ergeben, dass hier keine Drehleiter funktioniert, hat die Stadt ein Sicherheitsproblem. „Dann müssen wir uns was einfallen lassen“, hatte dazu der zuständige Dezernent Wolff-Dieter Theissen in der vergangenen Woche erklärt. Straßenbau-Fachmann Holger Busch vom STL sagte dazu, mittelfristig solle die Wilhelmstraße sowieso erneuert werden. Angesichts der Haushaltslage habe die Politik aber bislang nicht einmal Planungskosten für das Projekt bewilligt.

Die jetzt eingetroffene DLK (Drehleiter mit Korb) ist eine Leihgabe der Karlsruher Herstellerfirma Metz. Nach Auskunft Martin Walters kostet die Miete für den Wagen 200 Euro pro Tag. Die Anschaffung einer brandneuen DLK ist für 2013 vorgesehen. Walter: „Wir werden den Markt beobachten.“ Nach derzeitigem Kenntnisstand kostet das Gerät rund 750 000 Euro.

Olaf Moos

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