Ideen und Konzepte im Frühstadium

LÜDENSCHEID - Gemeinschaftliches Leben und Wohnen im Alter hat Zukunft. Darüber sind sich alle einig, die die Signale der demografischen Entwicklung erkannt und verstanden haben. In Lüdenscheid ist der Arbeitskreis „Alt werden in Lüdenscheid“ bei der Volkshochschule angesiedelt.

In diesem Rahmen hat sich wiederum eine Gruppe gefunden, die Ideen und Konzepte diskutiert und austauscht. „Die Teilnehmer befinden sich noch in einem frühen Stadium, in einer Art Findungsphase“, sagt Susanne Zarges von der städtischen Stabsstelle Demografie/Sozialplanung. Dabei spielen viele Aspekte eine Rolle, die vorab aufeinander abgestimmt werden müssen, soll es zu einem konkreten Zusammenleben im Alter kommen.

„Da geht es zum Beispiel darum, ob man nur unter sich, also unter älteren Bewohner sein und bleiben will oder ob es ein Mehrgenerationenhaus werden soll, in dem Jung und Alt unter einem Dach leben. Je nach der persönlichen Geschichte gibt es da sicherlich unterschiedliche Vorstellungen“, schildert Susanne Zarges eine der Diskussionsgrundlagen. Dann sei auch die Frage zu klären, ob es offene oder geschlossene Wohnräume geben solle. Eine ganz wichtige Basis ist die Finanzierungsmöglichkeit. Findet sich ein geeignetes Objekt, dass sich umbauen lässt oder im Idealfall schon geeignet ist für mehrere Parteien? Ein Neubau ist sicherlich die ambitionierteste Variante.

Eine weitere Frage ist, ob sich Interessierte ausschließlich als Eigentümer einbringen möchten oder auch Mieter mit ins Boot beziehungsweise ins Haus genommen werden sollen. „Es ist beispielsweise möglich, dass Interessierte sich in einer Bürgergenossenschaft zusammenschließen und sich dort finanziell mit ihren jeweils möglichen Anteilen einbringen.“ Die zehnköpfige Gruppe besteht keinesfalls ausschließlich aus Pensionären. Einige sind in der Übergangsphase vom Berufs- ins Rentenleben, andere wiederum erst Mitte 50, machen sich aber schon Gedanken über das Leben im Alter.

Am Mittwoch hatte Bremens Alt-Bürgermeister und Buchautor Dr. Henning Scherff (75) seine Alten-Wohngemeinschaft vorgestellt. - Martin Messy

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