Stichwort Inklusion: Gemeinsam lernen am Zepp

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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Zum Auftakt ihrer Sitzung nahmen die Zepp-Kuratoriumsmitglieder zunächst den „Garten der Stille“ in Augenschein.

Lüdenscheid - Gesellschaftlicher Wandel spiegelt sich oft schon früh im schulischen Leben wider. Das mag auch für den Prozess der Inklusion gelten – also für die per UN-Konvention angepeilte Komplett-Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben.

Das veränderte Denken zeigt sich jetzt auch am Zeppelin-Gymnasium. Bezirksregierung und Schulbehörden haben die Bildungsstätte nämlich für die Einrichtung einer integrativen Lerngruppe ausgewählt. Damit nimmt das Zepp unter den Bergstädter Gymnasien eine Vorreiter-Rolle ein. Mit dieser Entwicklung beschäftigte sich jetzt auch das Kuratorium des Zeppelin-Gymnasiums bei seiner jüngsten Sitzung. Schulleiter Dr. Stefan Werth informierte.

Konkret sieht das Konzept dabei so aus: Ab dem kommenden Schuljahr wird eine der drei Eingangsklassen an dem Gymnasium eine integrative Lerngruppe bilden. Auf 18 Regelschüler kommen dann fünf Kinder mit Förderbedarf. Gemeint sind damit Mädchen und Jungen mit Lernbehinderungen.

Zwei Lehrkräfte werden die Klasse betreuen. Möglich wird das auch deshalb, weil durch den Abschied des Doppeljahrgangs ein gewisser Lehrerüberhang besteht, wie Werth weiß. Das Abitur ist dabei nicht das eigentliche Ziel für die Schulkarriere der Förderschüler. Es geht um das gemeinsame Lernen. „Wir wollen ihnen aber natürlich den für sie bestmöglichen Abschluss bieten“, so Werth. Bedenken angesichts der neuen Aufgabe hat der Schulleiter übrigens nicht. Im Gegenteil: „Wir nehmen die Herausforderung freudig an.“

Das zweite Schwerpunkt-Thema bei der Sitzung: Bau- und Investitionsmaßnahmen. Hier klärte Peter Welter von der Zentralen Gebäudewirtschaft der Stadt auf.

Die Staberger Pausenhalle und der angegliederte „Garten der Stille“ sind inzwischen bekanntlich in Betrieb. Den „Garten der Stille“ nahmen die Kuratoriumsmitglieder im Vorfeld der Sitzung auch in Augenschein. Fazit: Der Rückzugsraum wird von den Schülern gut angenommen, nur die Vermüllung stört.

Aktuell läuft am Staberg die Beton-Sanierung der Sporthalle, die in diesem Zuge auch einen frischen Anstrich erhält. Nötig ist auch die Erneuerung des schulischen Blitzschutzes. Gesamtes Investitionsvolumen für 2013: 200 000 Euro. Vorerst letztes größeres Sanierungsprojekt in näherer Zukunft am Zepp soll der Austausch der Heizungsanlage sein. - dt

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