Gemeindetage: Patrick Depuhl spricht über Liebe

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Nutella oder Leberwust? Monika Deitenbeck-Goseberg fragte Patrick Depuhl nach Vorlieben. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Mit einer Geschichte, die er aus Chicago mitgebracht hatte, begann Jugendpastor Patrick Depuhl am Freitagabend seine Predigt über die Liebe bei den Gemeindetagen unter dem Wort in der Christuskirche.

Er erzählte von Hertha und Clayton, die seit Jahrzehnten glücklich miteinander verheiratet waren. Ihre Liebe hatte als eine sechs Jahre währende Brieffreundschaft begonnen, 750 Briefe, 55 Grußkarten wechselten in diesen Jahren die Kontinente, bevor die beiden sich das erste Mal trafen – und nur wenige Tage später heirateten.

Er wählte diesen Einstieg voller Glück für seine Vortrag unter dem Oberthema der Gemeindetage „Was im Leben wirklich zählt“, um gleich darauf zu sagen, dass die Liebe eben nicht nur rosarot und voller Schmetterlinge ist. In Anlehnung an das Hohelied der Liebe im Korintherbrief sagte Depuhl: „Ohne die Liebe wären wir verloren.“ Dass es die Menschen sind, die „krank und kaputt“ oder „verloren“ sind, die die Liebe besonders brauchen, machte er ebenfalls an zwei Beispielen aus dem Neuen Testament deutlich: vom Zöllner Zachäus und vom verlorenen Schaf. „Liebe ist nicht demokratisch, sie sucht den Verlorenen.“ Nur wer geliebt werde, könne zum Liebenden werden, sagte Depuhl und erzählte von einer Frau aus Indien, die sich vehement gegen Sklaverei einsetze – mit langsamen Erfolg: „Die Würde eines Menschen zurückzuerobern, fängt mit kleinen Schritten an.“

Superintendent Klaus Majoress betonte in seinem Grußwort zu den Gemeindertagen, dass das, was im Leben wirklich zähle, nichts Materielles sei, sondern vor allem das, „was wir geschenkt bekommen“ – wie eben die Liebe, um die es an diesem Abend ging. ▪ gör

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