Gemeindetage gehen mit Gospelfest zu Ende

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Die Musik von Judy Bailey kam bei den Zuhörern am Samstagabend gut an – und auch ihre Botschaft, den armen Kindern zu helfen. ▪

LÜDENSCHEID ▪ „Die Gemeindetage haben eine wichtige Bedeutung in der Stadt.“ Das gab Bürgermeister Dieter Dzewas den Organisatoren am Samstag mit auf den Weg. Er hatte die Schirmherrschaft für das Gospelfest in der Christuskirche übernommen, mit dem Sängerin Judy Bailey sowie die Lüdenscheider Gospelchöre Risecorn und Heaven‘s Gate Spenden für das internationale Hilfswerk World Vision sammelten.

Das Benefizkonzert war die letzte Abendveranstaltung der diesjährigen Gemeindetage unter dem Wort, die an jedem Abend mehrere hundert Zuhörer in die Christuskirche lockten. Den eigenen Standpunkt zu kennen – das forderte Dieter Dzewas von den Christen: „Die Stadt lebt vom interreligiösen Dialog. Um den führen zu können, muss man den eigenen Standpunkt kennen“, sagte der Bürgermeister. Dafür lieferten die Gemeindetage in jedem Jahr ein wichtiger Impuls.

Ein klares Votum für Glauben und Evangelium war die Musik, die am Samstagabend in der Christuskirche erklang. Sowohl in den Liedern der beiden Chöre oder von Judy Bailey, die das Publikum begeisterten, als auch in den Geschichten, die die Sängerin und ihr Ehemann Patrick Depuhl erzählten: Das Hauptthema war die Hoffnung. Die Hoffnung auf die Erlösung durch das Evangelium, von der Lieder wie „Amazing Grace“ oder der „Gospeltrain“ kündeten. Und die Hoffnung auf ein besseres Leben für die Ärmsten in der Welt. So sang Judy Bailey über Fatima, eine Mutter von drei Kindern aus Mogadischu, die fliehen musste, aber nur ein Kind mitnehmen konnte: „Sie entschied sich für das Baby, weil sie hoffte, dass die beiden größeren auch ohne sie eine Chance hätten.“ Alles das war eingebettet in die Musik – und dabei versprach die Ankündigung nicht zu viel: Es gab ein Gospelfest in der Christuskirche. Das Publikum feierte von Beginn an mit den Sängern und ließ sich gerne in den Taumel der Musik mitziehen. Zur Krönung des Abends traten beide Chöre gemeinsam mit Judy Bailey und ihrer Band auf.

Gestern Vormittag predigte zum Abschluss der Gemeindetage der gebürtige Lüdenscheider Jürgen Werth im Gottesdienst. Der Vorstandsvorsitzende von ERF Medien in Wetzlar setzte sich mit Stärken auseinander. An vielen Stellen werde nach „starken“ Führungspersönlichkeiten gesucht, in Unternehmen genauso wie in der Politik oder in Vereinen. Dem hielt Werth entgegen: „Irgendwann kommt jeder an seine Grenzen.“ Die Stärke, die im christlichen Glauben begründet liege, sei, zu wissen, dass man nicht allein sei, das es nicht schlimm sei, zu scheitern. Ein guter Leiter sei jemand, der wisse, dass andere Menschen da sind, um eigene Schwächen auszugleichen. ▪ gör

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