Gelungenes Geburtstagsfest des Turnverein LTV 1861

Mit viel Interesse verfolgte das Publikum das abwechslungsreiche Programm.

LÜDENSCHEID – Es war eine große Ehre für den Lüdenscheider Turnverein LTV 1861, Joey Kelly von der bekannten Kelly-Familie zum 150. Vereinsjubiläum begrüßen zu können. „Wer Sport treibt, bleibt nicht nur körperlich fit, sondern ist auch im Beruf und im Privatleben leistungsfähiger“, so Kelly, der die Sportler des Turnvereins zu ihrem Jubiläum beglückwünschte. „Wille, Disziplin und Leidenschaft – Sport schult den Charakter in vielen Bereichen“, betonte Kelly, der sich als achtes von zwölf Kindern aus der musikalischen, irischen Familie als Extremsportler einen Namen gemacht hat.

Neben vielen Festreden gab es mit zwei Auszeichnungen für den Verein weitere Höhepunkte des Festaktes im Kulturhaus. Musikalisch gewürzt mit energiegeladenen Beiträgen der Jazzband Footprints XL unter der Leitung von Thomas Wurth, die nicht nur die Erkennungsmelodie des aktuellen Sportstudios aus dem Fernsehen zu Gehör brachte, wurde das besondere Jubiläum zu einer rundum gelungenen Sache mit vielen Mitgliedern sowie Gästen aus Sport und Politik.

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150 Jahre Jubiläum LTV 1861

Am 1. Mai 1861 von Hermann Bierhoff mit einem weiteren Sportsfreund gegründet, entwickelte sich der Verein im Laufe der Jahre zu einem der größten Lüdenscheider Turnvereine mit 1 800 Mitgliedern und 18 Sportabteilungen. „Eine große Sportlerfamilie mit großen Zusammenhalt“, bescheinigte Bürgermeister Dieter Dzewas, der Jubiläumsgeschenke und Grüße von der Stadt mitgebracht hatte, in seinem Grußwort. Im Geist des Turnvaters Friedrich Ludwig Jahn, der das Motto „frisch, fromm, fröhlich, frei“ prägte, habe der Verein über viele Jahrzehnte hindurch Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten zusammengeführt, berichtete Vorsitzender Klaus Müschenborn. „Sport verbindet“, so der Vorsitzende, der sich besonders freut, dass es ein großes Angebot für Kinder und Jugendliche, für Menschen mit Behinderung und für ausländische Mitbürger gibt: „Dies fördert das Verständnis. Verständigung ist buchstäblich spielend möglich“.

Grußworte gab es auch vom stellvertretenden Landrat des Märkischen Kreises Udo Vorländer: „Ihr könnt stolz sein – nicht nur auf 150 Jahre Vereinsleben, sondern darauf, stark im öffentlichen Leben verwurzelt zu sein und in euren Abteilungen eine große sportliche Bandbreite abzudecken“.

Lobend stellte der Moderator des Abends, Sozialwart Andreas Basse, die Arbeit des Vorstands, der vielen Helfer und Riegenführern als tragende Säulen des Vereins heraus: „Ihr leistet Großartiges! Herzlichen Dank.“ In einem Interview befragte er den Vorsitzenden, seinen Stellvertreter Herbert Brenzel, die Geschäftsführerin Heike Jakobowsky, Schatzmeister Thomas Noelle sowie den Vertreter des Beirats Peter Riemekasten über ihrer Arbeit.

Feierlich wurde es nach einer kurzen Ansprache des Vorsitzenden des Westfälischen Turnerbundes (WTB) Bernd Stahlschmidt, der die besonderen Verdienste des Vereins mit dem WTB-Schild in Gold und eine Urkunde würdigte und außerdem in Vertretung für den Deutschen Turnerbund den Verein mit dem „Jahn-Schild“ ehrte.

„LTV gestern und heute“ – mit einer aufwändigen Präsentation ließen der Ehrenvorsitzende Rüdiger König und Marc Brenzel das Vereinsleben Revue passieren. 23 Vorsitzende führten in 150 Jahren den Verein, allen voran Wilhelm Gerhardi. 1896 habe sich der Verein für das Frauenturnen geöffnet: „Das war etwas Besonderes in einem Land, in dem bis 1970 der Damenfußball verboten war“, so König. Am Ende des Festaktes hatten die Gäste die Gelegenheit, Joey Kelly zu seiner Liebe für Extremsportarten zu befragen und eine signierte CD mit nach Hause zu nehmen.

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