Gelungene Spendenaktion für Flüchtlinge aus Syrien

Lena Gusik (l.), Praktikantin in der Flüchtlingsberatungsstelle, und Dr. Sabine Niedergesäss übergaben die gespendeten Medikamente an Dr. Thomas Küpper, der sich sehr über das Engagement freute.

LÜDENSCHEID ▪ Die Flüchtlingsberatungsstelle des Diakonischen Werkes an der Graf-von-Galen-Straße hatte kürzlich um Medikamenten-Spenden für Opfer des blutigen Bürgerkrieges in Syrien gebeten. Praktikantin Lena Gusik hatte, wie berichtet, einen Arzt ausfindig gemacht, der Mittel und Wege kennt, um die Medikamente dorthin zu bringen, wo sie dringend benötigt werden. In einem kleinen Bericht schildert sie den Fortgang der Hilfsaktion:

„Am 26. Februar hat Dr. Thomas Küpper sich wieder auf den Weg nach Syrien gemacht, um all die gesammelten Medikamente persönlich zu überreichen. Vergangenen Donnerstag erreichte uns die freudige Nachricht, dass er heil zurück ist.“

Dr. Sabine Niedergesäss, eine helfende Ärztin aus Lüdenscheid, und Lena Gusik, Praktikantin bei der Diakonie, trafen Dr. Thomas Küpper zuvor in Remscheid in der Notaufnahme. Dort leistete er noch vor der Reise in das Krisengebiet einen zwölfstündigen Notdienst. Mit offenen Armen empfing Küpper die beiden und nahm die gesammelten Medikamente freudig entgegen. Insgesamt seien 1,5 Tonnen Medikamente gesammelt worden. „Viele haben dazu beigetragen, dass Herr Küpper und sein Team so gut ausgerüstet ihren Einsatz verrichten konnten. Wir möchten uns herzlich bedanken bei allen, die ihre Schränke und Geldbörsen geöffnet haben, allen, die Fahrdienste geleistet haben und allen, die mitgedacht und mitgefiebert haben. Viele kleine und große Spenden haben dies so ermöglicht. „

Dr. Küpper berichtet: „Obwohl die Region derart abgesperrt ist, dass wir das Tal nur zu Fuß erreichen konnten, ist das gesamte Material vor Ort persönlich übergeben worden. Zusätzlich war es möglich, in einer konzertierten Aktion noch 114 Patienten zu behandeln (von Bronchitis bei Säuglingen bis zu Minen- und Schussverletzten war alles dabei).“

Das Projekt geht weiter: Kleidung, Spielzeuge, Medikamente (Verbandsmaterial, Arztmuster, Spritzen, Kanülen, Medikation für chronisch Kranke), Gehhilfen (Unterarmgehstützen, Rollstühle) und Blutbehälter für die Flüchtlingslager können an der Graf-von-Galen-Straße abgegeben werden.

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