Geliehene Drehleiter kommt am Freitag

LÜDENSCHEID ▪ Ursachenforschung: Direkt nach der Drehleiterpanne beim Einsatz an der Römergasse (wir berichteten) haben Fachleute der Feuerwehr das Gerät auf dem Betriebshof der Feuer- und Rettungswache noch in der Nacht „auf Herz und Nieren“ geprüft. Das sagte gestern Feuerwehr-Chef Martin Walter im LN-Gespräch. „Die Drehleiter hat einwandfrei funktioniert.“

Trotzdem wurde ein Experte der Karlsruher Herstellerfirma damit beauftragt, das Gerät zu untersuchen. Gleichzeitig hat das Kommando bei umliegenden großen Feuerwehren – unter anderem in Dortmund – sowie bei Herstellern und einschlägigen Leihfirmen eine Ersatzdrehleiter gesucht. Das Ergebnis: Am Freitag kommt ein Drehleiterwagen der Feuerwehr Langenfeld am Dukatenweg an. Martin Walter kündigte an, seine Leute sofort nach Eintreffen des Fahrzeugs an dem Gerät schulen zu lassen.

Derweil lässt sich über die Ursache des Ausfalls gleich zweier Drehleitern – aus Altena war ein Ersatzgerät vor Ort, das ebenfalls nicht funktionierte – nur mutmaßen. Möglicherweise, hieß es gestern in Feuerwehrkreisen, ist für den Ausfall in erster Linie nicht eine technische Panne in der Apparatur verantwortlich, sondern die Beschaffenheit des Bodens, auf dem die Stempel zur Stabilisierung platziert werden.

Denn die elektronische Steuerung der Lüdenscheider Drehleiter hat vermutlich auf ein Nachgeben des Pflasters auf der oberen Wilhelmstraße reagiert. Eine drohende Instabilität kann dazu geführt haben, dass das Gerät seine Arbeit automatisch einstellte. Am Morgen – beim Einsatz an der Corneliusstraße – war dieselbe Drehleiter wieder erfolgreich im Einsatz.

Für diese Theorie spricht, dass auch die Ersatzdrehleiter aus Altena ihre Arbeit verweigerte. Wie aus Altena zu erfahren war, hat die dortige Feuerwehr ihr Fahrzeug ebenfalls auf alle Funktionen getestet – und festgestellt, dass es ohne Beanstandungen funktioniert. Olaf Moos

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