Halbes Gramm Drogen in der Tasche: 525 Euro Geldstrafe

LÜDENSCHEID ▪ Die MK-Total Rock-Nacht in der Schützenhalle sollte eine heiße Fete für ihn und seine Freunde werden. Doch der 16. März war dann nur das Datum einer weiteren Strafanzeige wegen verbotenen Drogenbesitzes. Der Türsteher fand bei der Einlasskontrolle ein Glasröhrchen mit einem halben Gramm Amphetamin.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft ist auch für Strafrichter Andreas Lyra „nicht gravierend“. Theoretisch hätte das Verfahren gegen den arbeitslosen Maurer (33) sogar eingestellt werden können. Wenn da nicht die einschlägigen Vorstrafen wären. 20 Monate gab’s schon mal wegen Drogenschmuggels, auch eine Fahrt unter Einfluss von Alkohol und Betäubungsmitteln steht im Vorstrafenregister. Der Hagener Verteidiger Ingo Theissen-Graf Schweinitz plädiert für einen „Warnschuss“.

Den verpasst Richter Andreas Lyra dem „Hartzer“: 525 Euro muss der Angeklagte an die Staatskasse überweisen. Und einen Arzt soll er aufsuchen, so die dringende Empfehlung. Und „Geh’ weg mit dem Scheiß“ soll er Freunden sagen, wenn sie ihm was anbieten. Der Richter: „Ich kann ja schließlich nicht jeden Tag neben Ihnen stehen und Ihnen das Händchen halten.“

omo

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