Geldspritze für Kindergarten Friesenstraße - Asbestsanierung finanziert

Finanzkirchmeisterin Claudia Adams-Kuhbier (ganz rechts) überreicht den Scheck an Wiebke Wenz (2.v.r.), Leiterin des Kindergartens Friesenstraße. Mit auf dem Bild: Presbyter Wolf-Dieter Thomas (l.) und Pfarrer Rainer Gremmels von der Christuskirchengemeinde (2.v.l.) und Kindergartenkinder.

Lüdenscheid - Im Kindergarten Friesenstraße wurde im Sommer eine U 3-Gruppe für 20 Kinder eingerichtet. Um eine entsprechende dauerhafte Betriebserlaubnis zu erhalten, war es notwendig, in der Einrichtung umfangreiche Umbaumaßnahmen durchzuführen.

Die sind mit einem Kostenaufwand von rund 80 000 Euro verbunden. Inzwischen wurde die obere Etage des Gebäudes für die U 3-Gruppe total umgestaltet: Im Zuge der baulichen Veränderungen wurden unter anderem ein neues Treppengeländer eingebaut, ein Schlafraum geschaffen, das Badezimmer umgebaut, die Wände verbreitert und ein neuer Fußboden verlegt.

Außerdem galt es, Schlafgelegenheiten für die U 3-Kinder, eine Wickelkommode und andere neue Möbel sowie eine Spielbarriere anzuschaffen, die den Schlaf- vom Spielbereich trennt. Zur Zeit ist es noch dringend erforderlich, einen „Carport“ für Kinderwagen im Eingangsbereich zu schaffen Nachdem die Aufnahmeverträge bezüglich der neuen Gruppe längst abgeschlossen waren, traf im Juli die Schreckensnachricht ein, dass weder der Bund noch das Land die Umbaumaßnahmen mit finanziellen Mitteln unterstützen könne, weil die dafür zur Verfügung gestellten Gelder bereits erschöpft seien. Die Einrichtung erhielt schließlich 50 % der Kosten aus einem Sonderfonds. Den Rest von ca. 40.000 Euro muss sie selbst aufbringen. Zu diesem Betrag kommen noch unvorhergesehene Kosten für nicht eingeplante Asbestsanierungsarbeiten hinzu. Erst im Zuge der Umgestaltungsmaßnahmen stellte man nämlich fest, dass in der Einrichtung in der Friesenstraße offensichtlich in den siebziger Jahren Asbest verbaut wurde. Der für die Betreiber- und Erhaltungskosten des Gebäudes zuständige Verein Kindergarten Friesenstraße e.V. (eine Elterninitiative) musste die Asbestsanierung so schnell wie möglich durchführen lassen. Verantwortliche von der Evangelischen Christuskirchengemeinde, der das Kindergartengebäude rechtlich gehört, wurden durch die Lokalpresse darauf aufmerksam, dass die finanzielle Situation sich für den Kindergarten noch mehr zugespitzt hatte. Sie setzten sich dafür ein, dass die Christuskirchengemeinde aus ihren Mitteln die Kosten von 4520 Euro für die Asbestsanierungsarbeiten übernimmt.

Hierfür erschienen Finanzkirchmeisterin Claudia Adams-Kuhbier, der für die Kindergartenarbeit zuständige Presbyter Wolf-Dieter Thomas und Pfarrer Rainer Gremmels in der Einrichtung in der Friesenstraße, um deren Leiterin, Wiebke Wenz, einen symbolischen Scheck über die genannte Summe zu überreichen. - ih

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