Geldautomaten-Gebühren: Volksbank ist stinksauer

LÜDENSCHEID ▪ Der Vorstand der Volksbank im Märkischen Kreis wehrt sich in Sachen „Gebühren für Geldautomaten“ vehement gegen den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung: „Wenn Direktbanken ihre Kunden mit Bargeld versorgen wollen, müssen sie selbst Geldautomaten aufstellen. Es hindert sie niemand daran“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Was sich derzeit in der Diskussion rund um die Nutzung von Geldautomaten abspiele, sei aus Sicht der Volksbank an Zynismus kaum noch zu überbieten: Ein Tochterunternehmen einer mit Milliarden Steuergeldern gestützten ausländischen Bank komme daher und fordere die kostenlose Nutzung der Geldautomaten von Volksbanken und Sparkassen für seine Kunden. Es begründe dies mit dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung. Dies bringe Kartellamt und Verbraucherschutz in Deutschland auf den Plan, die nun eine Deckelung von Gebühren für Fremdabhebungen an Geldautomaten prüften. Dies, so die Volksbank, würde jedoch bei den aktuellen Planungen bedeuten, dass Auszahlungsgebühren von Fremdkunden für die Volksbank nicht einmal mehr annähernd die Kosten der Infrastruktur decken.

„Das ist etwa so, als wenn Sie für Ihre Familie ein schönes Bad eingerichtet haben und die Nachbarn kommen kostenlos zu Ihnen duschen, weil diese zu geizig sind, sich selbst eine Dusche zu bauen. Und Sie könnten nichts dagegen unternehmen“, beschreibt Karl-Michael Dommes – Vorstandssprecher der Volksbank im Märkischen Kreis – eine Situation, die im wahren Leben vollkommen irrsinnig erscheine.

Deshalb wehre sich die Volksbank vehement gegen den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung. Dommes: „Wir stellen unseren Kunden ein breites Geldautomatennetz zur Verfügung und investieren dafür hohe Beträge in die erforderliche Infrastruktur, zu der neben den Automaten mit permanent höherer Sicherheitstechnik auch Datenleitungen, eine Abrechnungsinfrastruktur, Wartung, Miete und vieles mehr zählt. Bargeldversorgung kostet viel Geld. Und wir sind nicht bereit, dieses Geld für Kunden von Banken auszugeben, die sich selbst weigern, Automaten aufzustellen.“

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