Panzerknacker braucht eine Stunde

Geheimnis gelüftet! Polizei öffnet Tresor aus Brügge - und staunt nicht schlecht

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Der Tresor wurde am Freitagmorgen geöffnet.

[Update 11.44 Uhr] Lüdenscheid - Das Geheimnis des Tresors, der in Lüdenscheid-Brügge in einer leerstehenden Wohnung gefunden wurde, ist gelüftet. Ein Panzerknacker flexte den Geldschrank auf. Über den Inhalt staunt die Polizei nicht schlecht. 

Der Besitzer - ein 32-jähriger Dortmunder - hatte vor rund zwei Wochen die Polizei gerufen, weil er nicht in seine vermeintliche Wohnung kam. Vor Ort kam es zum Streit. Im Weggehen informierte der aggressive Mann die Polizisten darüber, dass in dem Tresor Waffen und Bargeld seien. 

Die Polizei musste den Hinweis ernstnehmen. Zur Verhinderung einer Straftat wurde der Tresor durch das THW sichergestellt und an der Polizeiwache abgestellt. Anschließend wurde ein Panzerknacker engagiert, der den Tresor öffnen sollte. 

Geheimnisvoller Tresor - was bisher geschah

Am Freitagmorgen war es dann so weit. Mit einem Trennschleifer rückte der Fachmann dem Safe zu Leibe. Mit dabei: Polizisten, die den Tresoraufbruch als Zeugen kontrollierten. Bei den Arbeiten ging eine Scheibe der Flex zu Bruch. Nach mehr als einer Stunde schließlich gab der Panzerknacker den Blick ins Innere frei. 

Der Tresor vor der Brügger Wohnung. 

Frage an die Pressestelle: Und was haben Sie gefunden? Polizeisprecher Christof Hüls kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen: ""Darin befanden sich eine halbe Packung Tapetenkleister und eine Packung Zigaretten. Inhalt unbekannt." 

Der Inhalt: eine Packung Zigaretten und eine Packung Tapetenkleister.

Kein Bargeld, keine Waffen! "Viel Aufwand um nichts", fasst Hüls die Geschichte um den Tresor zusammen. Er macht aber auch deutlich, dass die Polizei keine andere Wahl hatte, als den Tresor öffnen zu lassen. "Wir können einen Hinweis auf Waffen nicht einfach ignorieren." Nachdem der Schlüssel nicht aufzutreiben war, blieb nur die gewaltsame Öffnung.

Ob gegen den 32-Jährigen nun weitere Ermittlungen eingeleitet werden, ist unklar. Schon sicher ist, dass er eine Rechnung über das Öffnen des Tresors erhält. Der Geldschrank wird verschrottet.

Der Tresor diente laut Polizei offenbar einer Firma, die früher ihr Büro dort hatte, als sichere Verwahrung für Unterlagen oder Wertsachen. Nach unbestätigten Angaben stand er mindestens bereits seit 1956 dort. Der Wandschrank trägt kein Typenschild.

Verdacht auf Waffen: Bergung des Tresors in Lüdenscheid

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