Gegenwind für private Windkraftanlage

LÜDENSCHEID ▪ Im Keller die Wärmepumpe, auf dem Dach Sonnenkollektoren und ein Windrad: Antonios Samouilidis ist jemand, der seinen Plänen entschlossen Taten folgen lässt. Sein energetisch aufgerüstetes Wohnhaus an der Hochstraße (wir berichteten ausführlich) beweist es.

Jetzt aber hat der Lüdenscheider in seinem Tatendrang einen herben Dämpfer erhalten. In Form eines Behördenbriefes, den der 40-Jährige jüngst im Postkasten fand. Kernaussage des Schreibens aus dem Amt für Bauservice und Bauordnung: Das Windrad auf dem Haus vom Samouilidis soll wieder weg. Und zwar bis zum 1. November diesen Jahres. Antonios Samouilidis kann das nicht verstehen: „Die Stadt ist wohl gegen umweltfreundliche Windkraft.“

Das indes steht so nicht in dem Behördenbrief. In dem Schriftstück heißt es zur Begründung der geforderten Windrad-Entfernung: „Die Prüfung und Besichtigung der Anlage vor Ort hat ergeben, dass sich die Windkraftanlage aufgrund ihrer exponierten Lage optisch und städtebaulich nicht in das dortige Ortsbild einfügt und eine optische Beeinträchtigung für die Nachbarschaft bedeutet.“

Mit Fuß und Flügel misst das Windrad der Familie Samouilidis insgesamt 4,20 Meter. Zu hoch aus Sicht des Amts für Bauservice, das in seinem Schreiben gleichzeitig erkennen lässt, dass ein kleineres Windrad womöglich zulässig wäre.

Konfrontiert mit der amtliche Aufforderung, seinen Windgenerator innerhalb der nächsten drei Wochen wieder abzubauen, weiß Samouilidis jetzt nicht so recht weiter. „Ich werde mal die Nachbarn befragen, ob sie das Windrad wirklich stört“, kündigt der enttäuschte Windenergie-Freund an. Auch die Einschaltung eines Anwalts hält er für denkbar. Ende offen. - Sebastian Schmidt

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