CDU gegen Umzüge von VHS und Musikschule

Oliver Fröhling (CDU).

LÜDENSCHEID -  „Noch nicht zu spät“ ist es zur Verhinderung der Umzugspläne für VHS und Musikschule aus der Innenstadt an die Kaiserallee. Das meint der CDU-Fraktionsvorsitzende Oliver Fröhling. Er stellt für die Ratssitzung am Montag, 30. September, einen Prüf-Antrag an den Bürgermeister: Die Verwaltung soll doch noch das abgelehnte Alternativkonzept untersuchen, das die Union schon vor Monaten vorlegte.

Demnach sollen Musik- und Volkshochschule an ihren Standorten bleiben. Zusätzlich sei für sie das Postgebäude am Rathausplatz anzumieten, in das auch Behörden aus anderen Mietobjekten hineinpassten. Die Albert-Schweitzer-Schule soll die Stadt an einen Investor verkaufen, der ein Wohngebiet errichtet – über einen Interessenten sei bereits gesprochen worden. Die in der Schule geplante U3-Kita kann laut CDU in einem Wohnhaus der Lüdenscheider Wohnstätten AG entstehen, ähnlich wie an der Brüderstraße. Bis all dies mit den Leitern von VHS und Musikschule untersucht ist, soll das Rathaus die Umzugspläne ruhen lassen. Erste Ergebnisse könnten noch in diesem Jahr vorliegen.

Zur Begründung erklärt Fröhling, dass die von SPD, FDP und Grünen favorisierte Folgenutzung der Schweitzer-Schule „erhebliche Verschlechterungen für die Alt- und Innenstadt und die Anwohner im Stadtteil Worth“ bedeute. Das Konzept stoße in der Bürgerschaft und in den Schulen auf breite Ablehnung, das zeigten zahlreiche Protest-Unterschriften.

Mit dem Unionskonzept ließen sich laut Fröhling im Jahr 458 000 Euro einsparen, die sich wesentlich durch den Verzicht auf den Schulbetrieb errechnen. Hinzu kämen die Entmietungen der VHS am Knapp, des Volksfürsorgehauses und des Jugendtreffs Stern-Center sowie die Aufgabe des Standorts der Staberg-Beratungsstelle. Die Anmietung des Postgebäudes koste im Gegenzug rund 200 000 Euro im Jahr. Und mit den 800 000 Euro für den Umbau der Schweitzer-Schule könne man die heutigen Standorte von VHS und Musikschule „fit für die Zukunft“ machen.

Nachteilig sei dabei der Verkauf der Schule unter ihrem Bilanzwert, räumt Fröhling ein. Doch dies habe die Stadtverwaltung kürzlich selbst als typisch für öffentliche Gebäude dargestellt. - hgm

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